2017

Neues Reglement 2017

Offizielles Internationales

Pétanque-Reglement
Anmerkung: Die französische Version des vorliegende Reglement wurde am 04.12.2016 durch das Exekutivkomitee der F.I.P.J.P. beschlossen und findet ab 01.01.2017 Anwendung.

Bei Personenbezeichnungen gilt stets die männliche Form, sie schliesst die weibliche mit ein.

Achtung: Es wurden einige Änderungen vom FSP gegenüber dem internationalen Reglement getroffen. Diese sind nur in der Schweiz gültig. Bitte beachten Sie die rot markierten Texte.

Eine Versionsliste ist auf der letzten Seite aufgeführt.

Reglement download: http://www.petanque-fsp.ch/_docs/SAP-Reglement-2017_V1-02.pdf

 

ALLGEMEINE REGELN

Art. 1 Die Mannschaften

Pétanque ist eine Sportart, in der zwei Mannschaften gegeneinander spielen: 3 Spieler gegen 3 Spieler (Triplette)

Es können sich ebenfalls gegenüberstehen:
2 Spieler gegen 2 Spieler (Doublette),
1 Spieler gegen 1 Spieler (Tête-à-Tête).

Bei der Triplette hat jeder Spieler zwei Kugeln zur Verfügung. Bei der Doublette und
beim Tête-à-Tête hat jeder Spieler drei Kugeln. Jede hiervon abweichende Spielweise
ist verboten.

Art. 2 Eigenschaften der zugelassenen Kugeln

Pétanque wird mit Kugeln gespielt, die von der F.I.P.J.P. zugelassen sind und
folgenden Eigenschaften entsprechen:
1. Sie müssen aus Metall sein.
2. Einen Durchmesser zwischen 70,5 mm (Minimum) und 80 mm (Maximum) haben.
3. Ein Gewicht zwischen 650 gr (Minimum) und 800 gr (Maximum) besitzen.

Logo (Marke des Herstellers) und Gewichtsangabe müssen auf den Kugeln eingraviert
und immer lesbar sein.

Bei Wettkämpfen, bei denen lediglich 11 Jahre alte und jüngere Jugendliche
startberechtigt sind, dürfen Kugeln mit einem Gewicht von 600 Gramm und einem
Durchmesser von 65 mm benutzt werden, vorausgesetzt, sie wurden von einem
zugelassenen Kugelhersteller gefertigt.

4. Sie dürfen weder durch hinzufügen von Metall noch durch einbringen von Sand
verändert worden sein. 1
1 Anmerkung SAP: Ausdruck für veränderte Kugeln sind „Boule recuites“ (Härtegrad             verändert) und „Boule truquées“

Generell dürfen die Kugeln nach der Herstellung (zugelassene Hersteller) auf keine Art
gefälscht und keiner Verformung oder Veränderung unterzogen werden. Insbesondere
darf die vom Hersteller vorgegebene Härte durch nachträgliches Ausglühen nicht
abgeändert werden.

Name und Vorname des Spielers (oder die Initialen) dürfen eingraviert werden, ebenso
verschiedene Logos, Siegel und Kürzel gemäss dem Pflichtenheft („Cahier des Charges”) zur Herstellung von Kugeln.

Art. 2 Strafen für nicht regelkonforme Kugeln.

Ein Spieler, der sich einer Verletzung der Bestimmungen nach Artikel 2 Abs. 4 schuldig macht, wird zusammen mit seinem Mitspieler sofort vom Wettbewerb ausgeschlossen.

Wenn eine Kugel zwar nicht verfälscht, aber durch Abnutzung oder einen
Fabrikationsfehler einer Kontrolle nicht standhält oder nicht den unter Artikel 2 Abs. 1, 2
oder 3 aufgeführten Normen entspricht, muss der Spieler sie austauschen.
Er kann auch alle seine Kugeln ersetzen. 2

Durch Spieler formulierte Reklamationen nach Artikel 2 Abs. 1, 2 oder 3 sind nur vor
Beginn eines Spieles zulässig. Die Spieler sind deshalb gehalten sich davon zu
überzeugen, dass ihre Kugeln und die ihrer Gegner den festgelegten Normen
entsprechen. Auf Artikel 2 Abs. 4 gestützte Reklamationen sind während des ganzen Spieleszulässig, dürfen jedoch nur zwischen zwei Mène eingebracht werden. Wenn sich ab der dritten Mène die Reklamation bezüglich der Kugeln des Gegners als unbegründet herausstellt, werden dem Punktestand des Gegners drei Punkte hinzugefügt.

Der Schiedsrichter oder die Jury können zu jedem Zeitpunkt eines Spieles, eine Prüfung der Kugeln eines oder mehrerer Spieler durchführen.

2 Erläuterung SAP: kann, muss aber nicht alle ersetzten

Art. 3 Eigenschaften der zugelassenen Zielkugeln

Die Zielkugeln sind aus Holz oder aus synthetischem Material. Zielkugeln aus synthetischem Material müssen das Herstellerlogo tragen und durch die
F.I.P.J.P. zugelassen sein. Sie müssen den Normen entsprechen, die im Pflichtenheft
(„Cahier des Charges”) festgelegt sind.

Der Durchmesser muss 30 mm (Toleranz ±1 mm) betragen. Das Gewicht muss zwischen 10 bis 18 Gramm liegen. Gefärbte Zielkugeln sind zulässig. Zielkugeln dürfen nicht magnetisch sein.

Art. 4 Lizenzen

Vor Beginn eines Wettbewerbs muss jeder Spieler seine Lizenz, oder ein Dokument
nach den Bestimmungen seines Verbandes vorlegen, das seine Identität und seine
Verbandszugehörigkeit nachweist.

Das SPIEL

Art. 5 Spielgelände und regelkonforme Spielfelder

Pétanque wird auf jedem Boden gespielt. Der Veranstalter oder der Schiedsrichter
können den Mannschaften jedoch abgegrenzte Spielfelder zuweisen. In diesem Fall

muss das Spielfeld bei nationalen und internationalen Meisterschaften mindestens 4 m
in der Breite und 15 m in der Länge betragen.3

Ein Spielgelände umfasst eine unbestimmte Anzahl von Spielfeldern, die mit Schnüren
begrenzt sind; die Schnurstärke darf den geordneten Verlauf des Spiels nicht
beeinflussen. Diese Schnüre, die die verschiedenen Spielfelder abgrenzen, sind keine
Auslinien, mit Ausnahme der Linien an den Schmalseiten und den Aussenlinien der
äusseren Spielfelder.

Sind die Spielfelder hintereinander angeordnet, gelten die Begrenzungslinien an den
Schmalseiten des eigenen Spielfeldes als Auslinien.
Sind die Spielfelder von Barrieren umgeben, müssen sich diese jenseits einer Auslinie
im Abstand von mindestens 1 m befinden. 4

Die Spiele werden bis zum Erreichen von 13 Punkten durch eine Mannschaft gespielt.
Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Vorrunden- („poules”) oder die
Entscheidungsspiele („cadrage”) nur bis zum Erreichen von 11 Punkten zu spielen.

Bestimmte Wettbewerbe können mit Zeitbegrenzung durchgeführt werden. Diese
müssen immer auf einem abgegrenzten Spielfeld gespielt werden. In diesem Fall sind
alle Linien, die das Spielfeld begrenzen, Auslinien.

Art. 6 Spielbeginn und Regeln zum Wurfkreis

Die Spieler ermitteln durch das Los, welche der beiden Mannschaften das Spielgelände
aussuchen darf und zuerst die Zielkugel wirft.

Wird ein Spielfeld durch den Veranstalter zugewiesen, muss die Zielkugel auf diesem
Spielfeld angeworfen werden. Ohne Erlaubnis des Schiedsrichters dürfen die beiden
Mannschaften kein anderes Spielfeld auswählen.

Ein beliebiger Spieler der Mannschaft, welche die Auslosung gewonnen hat, wählt den
Punkt des Abspielens und zeichnet einen Kreis auf den Boden, in den die Füsse jedes
Spielers ganz hineinpassen, oder legt einen Wurfreif dort hin. Der Durchmesser eines
gezeichneten Kreises muss mindestens 35 cm und darf höchstens 50 cm sein.

Beim Einsatz eines Wurfreifs muss dieser starr sein und einen Innendurchmesser von
50 cm haben (Toleranz: ± 2mm).

Faltbare Wurfkreise sind nur zugelassen wenn wenn es sich um die F.I.P.J.P.
zugelassene Modelle handelt, besonders im Hinblick auf deren Festigkeit.

Die Spieler haben zugelassene Wurfkreise, die vom Veranstalter zur Verfügung gestellt
werden, zu nutzen. Sie müssen ebenso regelgerechte, starre Wurfkreise oder faltbare, durch die F.I.P.J.P. zugelassene Wurfkreise akzeptieren, die der Gegner zur Verfügung stellt.
Verfügen beide Mannschaften über solche Wurfkreise, so wird der Wurfkreis der
Mannschaft genutzt, die die Auslosung (Platzwahl) gewonnen hat.


In jedem Fall müssen die Wurfkreise vor dem Wurf der Zielkugel markiert werden.


Zusatz SAP: Hiervon abweichend lässt der SAP bei nationalen Meisterschaften                     Spielfeldgrössen von 12x3 m bis zum Viertelfinale zu.
Zusatz SAP: Hiervon abweichend wird im Bereich des SAP bei Begrenzung ein                     Mindestabstand von 30 cm anerkannt. Ausgenommen: Absperrgitter, Banden und Zäune

Der Wurfkreis muss sich mehr als 1 m von jeglichem Hindernis und mehr als 2 m vom
nächsten benutzten Wurfkreis befinden.

Die Mannschaft, die das Recht hat, die Zielkugel zu werfen, sei es durch Auslosung,
oder weil sie die letzte Mène gewonnen hat, hat nur einen Versuch die Zielkugel gültig
zu platzieren. Ist dieser Versuch ungültig, wird die Zielkugel dem Gegner ausgehändigt,
der sie auf jede gültige Position der zugewiesenen Bahn legen darf.

Ausnahmeregelung gültig nur in der Schweiz (Auszug Spielreglement Boulodrome)
Wenn die Lage des Cochonnets nach dem Wurf als ungültig betrachtet wird, dann wird es vom Gegner in die reglementarisch richtige Position gelegt. Zwei Fälle sind möglich:
a) wenn ein Cochonnet so geworfen wird, dass es sich noch im begrenzten Spielfeld befindet, aber zu nahe an der Seitenlinie liegt, dann muss es vom Gegner auf der gleichen Höhe (im Abstand von mindestens 50cm zur Seitenlinie) positioniert werden
b) wenn ein Cochonnet so geworfen wird, dass es weniger als 6m oder mehr als 10m vom
Abwurfkreis entfernt liegt, sich im ungültigen Abstand zur Grundlinie befindet oder das begrenzte Spielfeld verlassen hat, dann wird es vom Gegner innerhalb der reglementarischen Distanz nach seiner Wahl frei hingelegt. Kann der Gegner nicht jede gewünschte Distanz spielen, so darf er auch den Kreis parallel zur Seitenlinie nach hinten verschieben, bis jede Spieldistanz möglich ist.

Die Mannschaft mit dem Recht, die Zielkugel zu werfen, muss alle Wurfkreise in der
Nähe des jetzt gültigen Wurfkreises entfernen.

Der Innenbereich des Wurfkreises darf während der laufenden Mène vollständig
gereinigt werden. Er muss jedoch danach, spätestens aber vor dem ersten
Zielkugelwurf der nächsten Mène, in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden.

Der Wurfkreis ist kein verbotenes Gelände.

Die Füsse müssen sich im Innern des Wurfkreises befinden und dürfen nicht über ihn
hinausreichen. Erst dann, wenn die geworfene Kugel den Boden berührt hat, dürfen die
Füsse den Kreis oder den Boden verlassen. Kein Körperteil darf den Boden ausserhalb
des Wurfkreises berühren.

Spieler, die gegen diese Regelung verstossen, haben mit Massnahmen nach Art. 35
dieses Reglements zu rechnen.

Als Ausnahme ist es Spielern mit Behinderungen an den unteren Gliedmassen
gestattet, dass sich nur ein Fuss. Im Inneren des Wurfkreises befindet. Bei Spielern im
Rollstuhl muss sich mindestens ein Rad (das der Wurfarmseite) im Inneren des
Wurfkreises befinden.

Das Werfen der Zielkugel durch einen Spieler einer Mannschaft bedeutet nicht, dass
dieser auch als Erster spielen muss.

Wenn ein Spieler den Wurfkreis vor Beendigung des Spieles aufhebt, wird der
Wurfkreis zurückgelegt, aber nur dem Gegner ist es gestattet, seine restlichen Kugeln
zu spielen.

Art. 7 Regelkonforme Entfernungen beim Wurf der Zielkugel

Die von einem Spieler geworfene Zielkugel ist gültig ist, wenn:
1. der Abstand der Zielkugel bis zum nächstgelegenen Punkt des inneren
Wurfkreisrandes
• mindestens 6 m und höchstens 10 m für „Juniors” und „Seniors” beträgt.
• Bei Wettbewerben, die für jüngere Spieler bestimmt sind, können geringere
Distanzen angewandt werden.

2. der Wurfkreis sich mindestens 1 m von jedem Hindernis und mindestens 2 m von
einem anderen, in Gebrauch befindlichen Kreis, befindet.

3. die Zielkugel mindestens 1 m von jedem Hindernis und der nächsten Grenze zu
verbotenem Gelände entfernt liegt. Bei einem Spiel mit Zeitbegrenzung muss
diese Distanz auf 50 cm reduziert werden, ausser bei den Kopflinien
zugewiesener Bahnen.

4. die Zielkugel für einen Spieler sichtbar ist, der mit beiden Füssen und in aufrechter
Körperhaltung im Innern des Wurfkreises steht. Im Falle einer Uneinigkeit
entscheidet der Schiedsrichter unanfechtbar, ob die Zielkugel sichtbar ist.

Bei der nächsten Mène wird die Zielkugel aus einem Wurfkreis oder Wurfreif geworfen,
der um den Punkt gezeichnet oder gelegt wird, auf dem die Zielkugel am Ende der
vorhergegangenen Mène lag, ausser in folgenden Fällen:

• Der Wurfkreis wäre weniger als 1m von einem Hindernis entfernt.
• Es wäre nicht möglich, die Zielkugel auf alle regelgerechten Entfernungen zu werfen.

Im ersten Fall zeichnet der Spieler einen Kreis oder legt den Wurfreif in der
vorgeschriebenen Mindestentfernung vom Hindernis.

Im zweiten Fall kann der Spieler auf einer geraden Linie in Richtung der
vorhergehenden Mène zurückgehen, bis er die Zielkugel auf die grösstmögliche
erlaubte Entfernung werfen kann; aber nicht weiter. Diese Möglichkeit ist jedoch nur
zulässig, wenn die Zielkugel in keiner Richtung auf die grösstmögliche Entfernung
geworfen werden kann.

Wenn die Zielkugel nicht nach obigen Voraussetzungen gültig platziert wird, wird sie der
gegnerischen Mannschaft ausgehändigt, die sie auf jede gültige Position des Terrains
legen darf. Sie kann auch den Wurfkreis unter den im Reglement genannten
Bedingungen zurückverlegen, sollte es nicht möglich sein, aus dem zuvor positionierten
Kreis die Zielkugel auf grösstmögliche Entfernung zu werfen.

Ausnahmeregelung gültig nur in der Schweiz (Auszug Spielreglement Boulodrome)
Wenn die Lage des Cochonnets nach dem Wurf als ungültig betrachtet wird, dann wird es vom Gegner in die reglementarisch richtige Position gelegt. Zwei Fälle sind möglich:

a) wenn ein Cochonnet so geworfen wird, dass es sich noch im begrenzten Spielfeld befindet, aber zu nahe an der Seitenlinie liegt, dann kann es vom Gegner auf der gleichen Höhe (im Abstand von mindestens 50cm zur Seitenlinie) positioniert werden

b) wenn ein Cochonnet so geworfen wird, dass es weniger als 6m oder mehr als 10m vom
Abwurfkreis entfernt liegt, sich im ungültigen Abstand zur Grundlinie befindet oder das begrenzte Spielfeld verlassen hat, dann wird es vom Gegner innerhalb der reglementarischen Distanz nach seiner Wahl frei hingelegt. Kann der Gegner nicht jede gewünschte Distanz spielen, so darf er auch den Kreis parallel zur Seitenlinie nach hinten verschieben, bis jede Spieldistanz möglich ist.

In jedem Fall behält die Mannschaft, welche die Zielkugel verloren hat, weil es nicht
gelang, die Zielkugel gültig zu platzieren, das Recht, die erste Kugel zu spielen.

Das Team, dass das Recht zum Zielkugelwurf hat, verfügt maximal über eine Minute,
die Zielkugel regelkonform zu platzieren. Das Team, das die Zielkugel nach
missglücktem Zielkugelwurf erlangt, muss die Zielkugel sofort plazieren.

Art. 8 Gültige Zielkugelwurf
Wird die Zielkugel, nachdem sie geworfen wurde, durch den Schiedsrichter, einen
Gegner, einen Zuschauer, ein Tier oder durch irgendeinen beweglichen Gegenstand
angehalten, so ist sie ungültig und wird erneut geworfen.

Wird die Zielkugel durch einen Mitspieler angehalten, so wird sie dem Gegner zum
Platzieren übergeben.

Wenn nach dem Wurf der Zielkugel eine erste Kugel gespielt ist, hat der Gegner noch
das Recht, die Lage der Zielkugel zu beanstanden, ausser die Zielkugel wurde zuvor
durch den Gegner platziert.5

Die Zielkugel darf nur dann durch den Gegner platziert werden, wenn beide
Mannschaften den Wurf als ungültig anerkannt haben oder wenn der Schiedsrichter so
entschieden hat. Sollte sich eine Mannschaft davon abweichend verhalten, verliert sie
das Recht zum Werfen der Zielkugel.

Wenn der Gegner ebenfalls eine Kugel gespielt hat, wird die Zielkugel als definitiv gültig
angesehen und Reklamationen sind dann nicht mehr zulässig.

Art. 9 Annullierung Zielkugel im Verlauf einer Mène

Die Zielkugel ist in folgenden 7 Fällen ungültig:

1. Wenn sie im Verlauf einer Mène auf verbotenes Gelände gelangt, auch wenn sie
auf erlaubtes Spielgelände zurückkehrt. Die Zielkugel ist gültig, wenn sie auf der
Grenze des Spielgeländes liegt. Sie ist nur ungültig, wenn sie (aus der
Senkrechten betrachtet) die Grenze des erlaubten Geländes oder die Auslinie mit
ihrem gesamten Durchmesser vollständig überschritten hat. Als verbotenes
Gelände ist auch eine Pfütze anzusehen, auf der die Zielkugel frei schwimmt.

2. Wenn sie sich auf erlaubtem Gelände befindet, ihre Lage aber so verändert wird,
dass sie unter den Bedingungen von Artikel 7 vom Wurfkreis aus nicht mehr
sichtbar ist. Eine Zielkugel ist jedoch nicht ungültig, wenn sie durch eine Kugel
verdeckt wird. Um beurteilen zu können, ob die Zielkugel sichtbar ist, darf der
Schiedsrichter eine Kugel vorübergehend entfernen.

3. Wenn die Lage der Zielkugel so verändert wird, dass sie auf mehr als 20 m (für
Juniors und Seniors) bzw. 15 m (für die jüngere Spieler) oder weniger als 3 m
entfernt vom Wurfkreis liegen bleibt.

4. Wenn sie mehr als ein benachbartes abgegrenztes Spielfeld überquert oder, wenn
die Spielfelder hintereinander angeordnet sind, sie die Begrenzungslinie an der
Schmalseite des eigenen Spielfeldes überschreitet.

5. Wenn ihre Lage so verändert wird, dass sie unauffindbar ist, wobei die Zeit zum
Suchen auf fünf Minuten limitiert ist.

6. Wenn sich zwischen dem Wurfkreis und der Zielkugel verbotenes Gelände
befindet.

7. Wenn bei Spielen mit Zeitbegrenzung die Zielkugel das zugeteilte Spielfeld
verlässt.

5 Erläuterung SAP: In diesem Fall darf der Gegner die Zielkugel in jeder gültigen Position       platzieren. Die bereits gespielte Kugel wird zurückgenommen.

Art. 10 Veränderungen des Spielgeländes

Es ist den Spielern ausdrücklich verboten, ein Hindernis, dass sich auf dem
Spielgelände befindet, zu entfernen, in seiner Lage zu verändern oder zu zerdrücken.
Nur der Spieler, der die Zielkugel wirft, darf vorher lediglich die Bodenbeschaffenheit für
einen Wurfpunkt („donnée”) ertasten, indem er, allerdings nicht mehr als dreimal, mit
einer seiner Kugeln den Boden an dieser Stelle berührt. Jedoch darf der Spieler, der
sich darauf vorbereitet zu spielen oder ein Spieler seiner Mannschaft ein Loch
schliessen, dass durch eine davor gespielte Kugel entstanden ist. 6 Bei der Nichtbeachtung voran stehender Bestimmungen, insbesondere aber im Falle des Aufbereitens des Bodens vor einer zu schiessenden Kugel, ziehen sich die Spieler die im Kapitel „Disziplin“ in Artikel 35 vorgesehenen Massnahmen zu.7

6 Erläuterung SAP: Es kann sich auch um ein Loch eines anderen Spiels handeln.
7 Erläuterung SAP: Ein Loch vor einer zu schiessenden Kugel darf geschlossen werden, nur     das aufbereiten des Bodens ist verboten

Art. 11 Auswechseln von Kugeln oder Zielkugeln

Es ist den Spielern verboten, die Zielkugel oder eine Kugel im Verlauf des Spieles zu
wechseln, ausser in folgenden Fällen:

1. Sie sind unauffindbar, wobei die Zeit zum Suchen auf fünf Minuten limitiert ist.

2. Sie ist zerbrochen, in diesem Fall zählt nur das grösste Bruchstück. Sind noch
Kugeln zu spielen, so wird das grösste Bruchstück sofort, nach eventuell
erforderlicher Messung, durch eine Kugel oder eine Zielkugel mit gleichem oder
ähnlichem Durchmesser ersetzt. Bei der nächsten Mène kann der betroffene
Spieler seine Kugeln komplett austauschen.

DIE ZIELKUGEL

Art. 12 Verdeckte oder bewegte Zielkugel

Wenn die Zielkugel im Verlauf einer Mène unvermutet durch ein Blatt oder ein Stück
Papier verdeckt wird, sind diese Gegenstände zu entfernen.
Wenn die schon zur Ruhe gekommene Zielkugel sich zum Beispiel durch die
Einwirkung des Windes oder der Neigung des Geländes bewegt oder unglücklich durch
einen Schiedsrichter, einen Spieler, einen Zuschauer, eine Kugel oder eine Zielkugel
aus einem anderen Spiel, durch ein Tier oder irgendeinen beweglichen Gegenstand in
ihrer Lage verändert wird, so wird sie auf ihren ursprünglichen Platz zurückgelegt,
vorausgesetzt, die Zielkugel war markiert.

Um jede Anfechtung zu vermeiden, müssen die Spieler die Zielkugel markieren. Waren
die Kugeln oder die Zielkugel nicht markiert, ist eine Reklamation nicht zulässig. Wird
die Zielkugel durch eine in dieser Mène gespielte Kugel bewegt, bleibt sie gültig.

Art. 13 Zielkugel gerät auf ein anderes Spielfeld

Wenn im Verlaufe einer Mène die Zielkugel auf ein anderes Spielfeld gerät, die
begrenzt oder nicht begrenzt ist, so ist sie gültig unter Vorbehalt der Bestimmungen in
Art. 9.
Die Spieler, die diese Zielkugel benützen, warten, wenn nötig, auf das Ende des Mène,
der durch die Spieler begonnen wurde, die dieses Spielfeld benutzen, um
anschliessend ihren Durchgang zu beenden.

Die Spieler, auf welche diese Bestimmung zutrifft, müssen Geduld und Höflichkeit
aufbringen.

In der folgenden Mène kehren die Spieler wieder auf ihr bisheriges Spielfeld zurück. Die
Zielkugel wird dann aus einem Wurfkreis geworfen, der um den Punkt gezeichnet oder
gelegt wird, auf dem sie lag, bevor sie das Spielfeld verlassen hatte; dies unter
Berücksichtigung des Artikels 7.

Art. 14 Massnahmen bei ungültiger Zielkugel

Wird im Verlauf einer Mène die Zielkugel ungültig, so können sich drei Möglichkeiten
ergeben:
1. Beide Mannschaften verfügen jeweils noch über mindestens eine zu spielende
Kugel: Die Mène wird mit 0 Punkten gewertet (annulliert), die Zielkugel fällt der
Mannschaft zu, die zuvor gepunktet oder die Auslosung (Platzwahl) gewonnen
hat.
2. Nur eine Mannschaft verfügt noch über mindestens eine zu spielende Kugel:
Diese Mannschaft bekommt so viele Punkte zugesprochen, wie sie noch zu spielende Kugeln zur Verfügung hat.

3. Keine Mannschaft verfügt noch über zu spielende Kugeln: Die Mène wird mit 0
Punkten gewertet (annulliert), die Zielkugel fällt der Mannschaft zu, die zuvor
gepunktet oder die Auslosung (Platzwahl) gewonnen hat.

Art. 15 Angehaltene Zielkugel

1. Wenn eine weggeschossene Zielkugel durch einen Zuschauer oder einen Schiedsrichter angehalten oder abgelenkt wird, behält sie ihre neue Position.

2. Wird eine weggeschossene Zielkugel durch einen Spieler, der sich auf dem erlaubten Spielgelände befindet, angehalten oder abgelenkt, so hat dessen Gegner drei Möglichkeiten:

a) Er lässt die Zielkugel in ihrer neuen Position.

b) Er legt sie an ihren ursprünglichen Platz zurück.

c) Er legt die Zielkugel auf einen Punkt, der sich auf der Verlängerung der Strecke zwischen dem ursprünglichen Platz der Zielkugel und dem Platz befindet, an dem sie liegen geblieben ist, aber höchstens auf 20 m vom Wurfkreis (15 m für jüngere Spieler) und zwar so, dass die Zielkugel sichtbar ist.

Die Punkte b) und c) können nur angewendet werden, wenn die Zielkugel vorher markiert war. War die Zielkugel nicht markiert, bleibt sie in ihrer neuen Position.

Überquert eine weggeschossene Zielkugel verbotenes Gelände und kommt zurück, um
dann auf dem Spielgelände zum Stillstand zu kommen, ist sie ungültig und Artikel 14
findet Anwendung.

DIE KUGELN

Art. 16 Das Werfen der Kugeln

Die erste Kugel wird von einem Spieler der Mannschaft gespielt, die den Losentscheid
oder den vorhergehenden Durchgang gewonnen hat. Danach ist immer die Mannschaft
an der Reihe, die in dem laufenden Durchgang nicht im Punktbesitz ist.

Der Spieler darf keine Hilfsmittel benutzen oder Markierungen vornehmen, um seine
Kugel ins Ziel zu bringen oder um deren Auftreffpunkt am Boden zu kennzeichnen.
Wenn er seine letzte Kugel spielt, ist es ihm nicht erlaubt, eine weitere Kugel in der
anderen Hand zu halten.

Die Kugeln müssen einzeln gespielt werden.

Geworfene Kugeln dürfen nicht noch einmal gespielt werden. Jedoch müssen Kugeln noch einmal gespielt werden, die zwischen Wurfkreis und Zielkugel durch eine Kugel oder Zielkugel aus einem anderen Spiel, durch ein Tier oder irgendeinen beweglichen Gegenstand (Ball usw.) angehalten oder von ihrer Bahn abgelenkt werden, sowie in der in Artikel 8 Absatz 2 beschriebenen Situation.

Es ist verboten, die Kugeln oder die Zielkugel anzufeuchten.

Bevor ein Spieler spielt, muss er seine Kugel von allen ihr anhaftenden Fremdkörpern
und Schmutzspuren reinigen, andernfalls treten die in Artikel 35 vorgesehenen
Massnahmen in Kraft.

Befindet sich die erste gespielte Kugel auf verbotenem Gelände, dann muss der Gegner spielen und dies abwechselnd, bis sich eine Kugel innerhalb des Spielgeländes befindet.

Wenn sich nach einer gespielten Kugel oder nach einem Schuss keine Kugel mehr innerhalb des Spielgeländes befindet, gelten sinngemäss die Bestimmungen des Artikels 29.

Art. 17 Verhalten der Spieler und Zuschauer

Während der regulären Zeit, die ein Spieler benötigt, um seine Kugel zu spielen,
müssen die anderen Spieler und die Zuschauer äusserste Ruhe einhalten.

Die Gegner dürfen weder umhergehen, noch gestikulieren oder irgendetwas tun, was
den Spieler stören könnte. Nur die Partner des Spielers dürfen sich zwischen der
Zielkugel und dem Wurfkreis befinden.

Die Gegner müssen sich seitlich hinter der Zielkugel oder seitlich hinter dem Spieler
aufhalten. Sie müssen sowohl vom Spieler, als auch von der Zielkugel einen Abstand
von mindestens zwei Meter einhalten.

Die Spieler, welche diese Vorschriften nicht beachten, können vom Wettbewerb
ausgeschlossen werden, wenn sie ihr Verhalten nach einer Verwarnung durch den
Schiedsrichter beibehalten.

Art. 18 Probewurf und Kugeln aus dem Spielfeld

Es ist nicht erlaubt, seine Kugel im Spiel zur Probe zu werfen. Spieler, die sich nicht an
diese Vorschrift halten, können mit den im Kapitel „Disziplin“ in Artikel 35 vorgesehenen
Massnahmen belegt werden. Kugeln, die im Verlauf einer Mène das zugeteilte Spielfeld verlassen, sind gültig (ausgenommen Artikel 19 findet Anwendung).

Art. 19 Ungültige Kugeln

Jede Kugel ist ungültig, sobald sie verbotenes Gelände überquert. Eine Kugel ist gültig,
wenn sie auf der Grenze des Spielgeländes liegt. Sie ist nur ungültig, wenn sie (aus der
Senkrechten betrachtet) die Grenze des erlaubten Geländes mit ihrem gesamten
Durchmesser vollständig überschritten hat. Dasselbe trifft für die Kugel zu, die bei
vorgegebenen Spielfeldern mehr als ein längsseitig unmittelbar benachbartes Spielfeld
vollständig überquert oder das Spielfeld an der Schmalseite vollständig verlässt.

Bei Spielen mit Zeitbeschränkung, die auf einem zugeteilten Spielfeld ausgetragen
werden, ist eine Kugel ungültig, wenn sie vollständig das zugeteilte Feld verlässt.

Wenn eine Kugel danach auf das Spielgelände zurückkehrt, sei es wegen einer
Bodenunebenheit oder dass sie von einem beweglichen oder unbeweglichen Hindernis
abprallt, muss sie sofort aus dem Spiel genommen werden und alles, was sie auf ihrem
Weg zurück in das Spielgelände verändert hat, wird in den ursprünglichen Zustand
zurückversetzt, vorausgesetzt, die Objekte 8 waren markiert.

Jede ungültige Kugel muss sofort aus dem Spiel genommen werden. Andernfalls wird
sie als gültig angesehen, sobald eine weitere Kugel von der gegnerischen Mannschaft
gespielt wurde.

8 Erläuterung SAP: Ein Objekt kann eine Kugel, Zielkugel oder jeder andere Gegenstand sein.

Art. 20 Angehaltene Kugeln

Jede gespielte Kugel, die durch einen Zuschauer oder den Schiedsrichter angehalten
oder abgelenkt wird, behält die Position, in der sie liegen bleibt.

Jede gespielte Kugel ist ungültig, wenn sie von einem Spieler unabsichtlich angehalten
oder abgelenkt wird, von dessen Mannschaft sie gespielt wurde.

Jede gelegte Kugel, die von einem gegnerischen Spieler unabsichtlich angehalten oder
abgelenkt wird, kann nach Belieben des Spielers nochmals gespielt oder dort liegengelassen werden, wo sie zur Ruhe kommt.

Wenn eine Kugel weggeschossen oder mit ihr geschossen wurde und diese durch
einen Spieler unabsichtlich angehalten oder abgelenkt wird, kann der Gegner des
Spielers

1. sie an dem Platz liegen lassen, an dem sie zur Ruhe gekommen ist

2. sie auf eine Stelle legen, die sich auf der Verlängerung der Strecke zwischen dem
   ursprünglichen Platz der Kugel und dem Punkt befindet, an den sie bewegt wurde,
   aber nur auf zugelassenem Spielgelände und wenn sie markiert gewesen ist.

Ein Spieler, der eine in Bewegung befindliche Kugel absichtlich anhält, ist sofort vom
laufenden Spiel auszuschliessen, ebenso seine Mitspieler.

Art. 21 Zeitvorgabe

Sobald die Zielkugel geworfen ist, verfügt jeder Spieler über maximal eine Minute, um
seine Kugel zu spielen. Diese Frist läuft von dem Zeitpunkt an, an dem die Zielkugel oder die zuvor gespielte Kugel zur Ruhe gekommen ist und wenn ein Punkt gemessen
werden muss, nachdem die Messung abgeschlossen ist.

Dieselben Bestimmungen gelten auch für das Werfen der Zielkugel.

Jeder Spieler, der diese Bestimmungen nicht einhält, zieht er sich die im Kapitel
„Disziplin“ in Artikel 35 vorgesehenen Strafmassnahmen zu.

Art. 22 Aus ihrer Lage veränderte Kugeln

Wenn eine Kugel, die bereits zur Ruhe gekommen war, sich zum Beispiel durch
Einwirkung des Windes oder aufgrund einer Bodenunebenheit verschiebt, wird sie auf
den ursprünglichen Platz zurückgelegt. Dasselbe gilt für jede Kugel, die unglücklich
durch einen Spieler, einen Schiedsrichter, einen Zuschauer, ein Tier oder irgendeinen
beweglichen Gegenstand bewegt wird.

Um jede Anfechtung zu vermeiden, müssen die Spieler die Kugeln markieren. Es ist
keinerlei Reklamation bezüglich einer Kugel zulässig, die nicht markiert war, und der
Schiedsrichter stellt in diesem Fall nur die Lage der Kugeln auf dem Spielgelände fest
und entscheidet danach.

Dagegen ist eine Kugel gültig, wenn sie durch eine andere Kugel aus dem eigenen
Spiel bewegt wurde.

Art. 23 Spieler, der eine fremde Kugel spielt

Ein Spieler, der eine andere Kugel als seine eigene spielt, erhält eine Verwarnung. Die
gespielte Kugel ist dennoch für diesen Wurf gültig, muss aber dann sofort ausgetauscht
werden; gegebenenfalls nach einer Messung.

Im Wiederholungsfall während eines Spieles wird seine Kugel annulliert und alles, was
sie verändert hat, wird an seine ursprüngliche Lage zurückversetzt.

Art. 24 Nicht regelgerecht gespielte Kugel

Ausser in Fällen, in denen dieses Reglement spezifische und nach Art. 35 abgestufte
Sanktionen vorsieht, ist jede Kugel, die nicht regelgerecht gespielt wurde ungültig und
alles, was sie auf ihrem Weg verändert hat, wird in die ursprüngliche Lage
zurückversetzt, wenn zuvor markiert worden ist.

Der Gegner hat jedoch das Recht, die Vorteilsregel anzuwenden und den Wurf für gültig
zu erklären. In diesem Fall ist die Lege- oder Schusskugel gültig und alles, was sie
verändert hat, bleibt in der neuen Position.

Punkte und Messung

Art. 25 Vorübergehendes Entfernen der Kugeln

Für die Messung eines Punktes ist es erlaubt, die Kugeln und Hindernisse
vorübergehend zu entfernen, die zwischen der Zielkugel und der zu messenden Kugel
liegen, nachdem sie markiert worden sind.

Nach dem Messen sind die entfernten Kugeln und Hindernisse an ihren ursprünglichen
Platz zurückzulegen. Können die Hindernisse nicht entfernt werden, so ist die Messung
mit Hilfe eines Zirkels durchzuführen.9

Erläuterung SAP: oder einem anderen geeigneten Mittel.

Art. 26 Messen der Punkte

Das Messen eines Punktes obliegt dem Spieler, der als letzter gespielt hat oder einem
seiner Mitspieler. Die Gegner haben danach immer das Recht, nachzumessen.

Die Messungen müssen mit geeigneten Messgeräten durchgeführt werden; jede
Mannschaft muss im Besitz eines Messgerätes sein.

Es ist insbesondere verboten, Messungen mit den Füssen durchzuführen. Der Spieler,
der diese Vorschrift nicht einhält, wird mit einer im Kapitel „Disziplin“ in Artikel 35
vorgesehenen Strafmassnahme belegt.

Der Schiedsrichter kann während eines Spieles jederzeit, unabhängig vom Rang der zu
messenden Kugeln konsultiert werden und seine Entscheidung ist unanfechtbar.
Während des Messvorgangs durch den Schiedsrichter haben die Spieler einen
Mindestabstand von 2 m zum Schiedsrichter einzuhalten.

Der Veranstalter kann per Entscheidung festlegen, dass insbesondere bei Spielen, die
im Fernsehen übertragen werden, nur der Schiedsrichter ermächtigt ist, Messungen
vorzunehmen.

Art. 27 Vor Punktefeststellung aufgehobene Kugeln

Es ist den Spielern verboten, gespielte Kugeln vor Ende der Mène aufzuheben.

Jede Kugel ist ungültig, die am Ende einer Mène vor der Feststellung der Punktezahl
weggenommen wird. Diesbezüglich ist keinerlei Reklamation zulässig.

Hebt ein Spieler seine gespielten Kugeln vom Spielfeld auf, obwohl seine Mitspieler
noch über Kugeln verfügen, dürfen seine Mitspieler ihre Kugeln nicht mehr spielen.

Art. 28 Lageveränderung von Kugeln oder Zielkugel

Wenn ein Spieler beim Messen die Zielkugel oder eine strittige Kugel in ihrer Lage
verändert, so ist der Punkt für die Mannschaft dieses Spielers verloren.

Wenn der Schiedsrichter beim Messen eines Punktes die Zielkugel oder eine Kugel
bewegt oder verschiebt, so entscheidet der Schiedsrichter nach bestem Wissen und
Gewissen.

Art. 29 Gleicher Abstand
Wenn die zwei gegnerischen Kugeln, die der Zielkugel am nächsten liegen, den
gleichen Abstand zu ihr haben, können folgende drei Möglichkeiten eintreten:

1. Wenn beide Mannschaften keine zu spielenden Kugeln mehr haben, wird die
Mène annulliert. Die Zielkugel fällt dem Team zu, das zuvor gepunktet, oder die
Auslosung (Platzwahl) gewonnen hat.

2. Wenn nur eine Mannschaft noch Kugeln zur Verfügung hat, so spielt sie ihre
Kugeln und erhält am Ende der Mène so viele Punkte, wie sie Kugeln näher an
der Zielkugel platziert hat, als die am nächsten liegende gegnerische Kugel.

3. Wenn beide Mannschaften noch über Kugeln verfügen, so spielt die Mannschaft,
die zuletzt gespielt hat, noch eine Kugel, danach die gegnerische, und weiter
abwechselnd bis eine Mannschaft den Punkt mit einer ihrer Kugeln gewinnt. Wenn
nur noch eine Mannschaft noch Kugeln zur Verfügung hat, sind die Bestimmungen
von Artikel 29 Abs. 2 anzuwenden.

Wenn sich am Ende einer Mène keine Kugel mehr auf dem Spielgelände befindet, wird
die Mène annulliert.

Art. 30 Fremdkörper an Kugel oder Zielkugel
Alle Fremdkörper, welche der Kugel oder der Zielkugel anhaften, müssen vor der
Messung entfernt werden.

Art. 31 Reklamationen
Alle Reklamationen müssen, um zugelassen zu werden, an den Schiedsrichter gerichtet
werden. Eine Reklamation, die nach Annahme des Spielerergebnisses vorgebracht
wird, findet keine Berücksichtigung.

DISZIPLIN

Art. 32 Strafen für Abwesenheit der Mannschaften oder Spieler

Im Augenblick des Losentscheides über die Spielpaarungen und bei der Verkündung
des Ziehungsergebnisses müssen die Spieler am Kontrolltisch anwesend sein. Eine
Mannschaft, die eine Viertelstunde nach der Verkündung dieser Ergebnisse nicht auf
dem Spielgelände/-feld ist, wird mit einem Punkt bestraft, welcher der gegnerischen
Mannschaft zum Vorteil angerechnet wird. Diese Frist wird bei Spielen mit
Zeitbegrenzung auf 5 Minuten verkürzt.

Für jeweils weitere fünf Minuten Verspätung erhöht sich die Strafe um einen Punkt.

Während eines Wettbewerbes finden dieselben Strafen Anwendung nach jeder Ziehung
und im Fall einer WiederMène der Spiele nach einer Unterbrechung (unabhängig vom
Grund der Unterbrechung).

Eine Mannschaft, die eine Stunde nach dem Wettbewerbsbeginn bzw. der WiederMène
nach einer Unterbrechung nicht auf dem Spielgelände/-feld anwesend ist, wird aus dem
Wettbewerb ausgeschlossen.

Um ein Spiel zu beginnen, braucht eine unvollständige Mannschaft nicht auf ihren
abwesenden Spieler zu warten; sie verfügt jedoch nicht über dessen Kugeln.

Kein Spieler darf sich ohne Erlaubnis des Schiedsrichters von einem Spiel entfernen
oder das Spielgelände verlassen. In keinem Fall unterbricht die Abwesenheit das
laufende Spiel. Die Mitspieler bleiben verpflichtet, ihre Kugeln innerhalb der
festgesetzten Minute zu spielen. Ist der Spieler im Moment, da er seine Kugeln spielen
müsste, nicht anwesend, sind seine Kugeln gemäss Minutenregelung annulliert.

Wurde keine Erlaubnis zum Verlassen erteilt, finden die vorgesehenen Strafen nach Art.
35 Anwendung.

Im Unglücksfall oder bei einem durch einen Arzt festgestellten gesundheitlichen
Problem kann eine Spielunterbrechung von 15 Minuten festgelegt werden. Sollte sich
dies als vorgetäuscht erweisen, sind der Spieler und seine Mitspieler sofort vom
Wettbewerb auszuschliessen.

Art. 33 Verspätet ankommende Spieler

Wenn ein abwesender Spieler nach Beginn einer Mène erscheint, darf er an dieser
nicht teilnehmen. Er ist erst ab der nächsten Mène zum Spiel zugelassen.

Wenn ein abwesender Spieler später als eine Stunde nach Beginn des Spieles
erscheint, verliert er das Recht an dem Spiel teilzunehmen.

Wenn seine Mitspieler dieses Spiel gewinnen, kann er am nächsten Spiel unter dem
Vorbehalt teilnehmen, dass die Mannschaft namentlich eingeschrieben ist.

Wenn ein Wettbewerb in Gruppen („poules”) durchgeführt wird, kann er am nächsten
Spiel teilnehmen (unabhängig von dem Resultat des vorhergehenden Spieles).

Eine Mène gilt als begonnen, wenn die Zielkugel unabhängig von deren Gültigkeit
geworfen wurde. Sonderregelungen können bei Spielen auf Zeit getroffen werden.

Art. 34 Austauschen von Spielern
Das Austauschen eines Spielers in der Doublette bzw. einer oder zwei Spielern in der
Triplette ist nur bis zum offiziellen Beginn des Wettbewerbs (Signal durch Hupen/Pfeifen
oder als Ansage usw.) erlaubt. Voraussetzung ist, dass der oder die Ersatzspieler nicht
bereits in dem Wettbewerb für eine andere Mannschaft eingeschrieben sind.

Art. 35 Spielsanktionen

Bei der Nichtbeachtung voran stehender Bestimmungen zieht sich der Spieler folgende
Massnahmen zu:

1. Verwarnung, die dem schuldigen Spieler vom Schiedsrichter durch eine „gelbe
Karte“ angezeigt wird. Eine „gelbe Karte“ bei Zeitüberschreitung gilt für alle
Spieler des schuldigen Teams. Hat einer der Spieler bereits eine gelbe Karte, so
wird eine noch zu spielende Kugel der laufenden Mène oder eine noch zu
spielende Kugel der folgenden Mène entzogen, falls er über keine Kugeln mehr
verfügt.

2. Annullierung der gespielten oder zu spielenden Kugel. Dies wird dem schuldigen
Spieler vom Schiedsrichter durch die „orange Karte“ offiziell angezeigt.10

3. Ausschluss des schuldigen Spielers vom Spiel. Dies wird dem schuldigen Spieler
vom Schiedsrichter durch die „rote Karte“ offiziell angezeigt.

4. Disqualifikation der schuldigen Mannschaft.11

5. Disqualifikation beider Mannschaften im Falle heimlicher Absprache.

Die Verwarnung ist eine Sanktion und kann nur bei Regelverletzung ausgesprochen
werden.

Eine offizielle Information an die Spieler bei Beginn des Wettbewerbes oder einer
Begegnung, das Reglement strikt einzuhalten, ist nicht als Verwarnung anzusehen

10 Erläuterung SAP: Siehe auch Art. 24
11 Erläuterung SAP: Der Begriff Ausschluss meint den Ausschluss vom Spiel. Die                      Disqualifikation bedeutet immer den kompletten Ausschluss vom gesamten Wettbewerb.

Art. 36 Witterungseinflüsse

Jede begonnene Mène muss, auch wenn es regnet, zu Ende gespielt werden; es sei
denn, der Schiedsrichter trifft eine andere Entscheidung. Er allein ist berechtigt, im
Einvernehmen mit der Jury zu entscheiden, ob eine Mène unterbrochen oder wegen
höherer Gewalt annulliert wird.

Art. 37 Neuer Abschnitt in einem Wettbewerb

Wenn nach der Ansage zum Beginn eines neuen Abschnittes eines Wettbewerbes (2.
Runde, 3. Runde usw.) Spiele noch nicht beendet sind, kann der Schiedsrichter, im
Einvernehmen mit dem Veranstalter, alle Anordnungen und Entscheidungen treffen, die
er für einen guten Verlauf des Wettbewerbs für notwendig erachtet.

Art. 38 Mangel an Sportlichkeit

Die Mannschaften, die ein Spiel austragen und es dabei an Sportsgeist und Respekt
gegenüber der Öffentlichkeit, den Offiziellen oder dem Schiedsrichter fehlen lassen,
werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Dieser Ausschluss kann zur Nichtwertung
eventuell erzielter Ergebnisse sowie zur Anwendung der in Artikel 39 vorgesehenen
Massnahmen führen.

Art. 39 Unkorrektheiten

Ein Spieler, der sich einer Unkorrektheit und im schlimmeren Fall, der Anwendung von
Gewalt gegenüber einem Offiziellen, einem Schiedsrichter, einem anderen Spieler oder
einem Zuschauer schuldig macht, zieht sich, entsprechend der Schwere seines
Vergehens, eine oder mehrere der folgenden Massnahmen zu:

1. Disqualifikation vom Wettbewerb.

2. Entzug der Lizenz oder eines entsprechenden Ersatzdokuments

3. Einbehalten oder Rückgabe von Vergütungen und Preisen.

Alle Massnahmen, die einen Spieler betreffen, können auch auf seine Mitspieler
angewandt werden.

Die Massnahme zu Punkt 1 ist durch den Schiedsrichter zu verhängen.

Die Massnahme zu Punkt 2 ist durch die Jury zu verhängen.

Die Massnahmen unter Punkt 3. sind durch den Veranstalter zu verhängen. Er sorgt
dafür, dass die zurückgehaltenen Preise und Vergütungen (zusammen mit einem
Bericht) innerhalb von 48 Stunden zum Komitee des zuständigen nationalen Verbandes
gelangen, der über ihre Verwendung entscheidet.

In jedem Fall liegt die letzte Entscheidung beim zuständigen nationalen
Verbandsgericht.

Von jedem Spieler wird korrekte Bekleidung erwartet.12
Aus Sicherheitsgründen müssen die Spieler zum Schutz von Zehen und Fersen
geschlossene Schuhe tragen!

12 Erläuterung FSP: Es darf nicht mit nacktem Oberkörper gespielt werden.

Ausnahmeregelung gültig nur in der Schweiz
Offene Schuhe sind zugelassen
Anmerkung SAP: Aus Sicherheitsgründen sollten die Spieler geschlossene Schuhe tragen.

Während der Spiele herrscht Rauchverbot, dies schliesst auch elektronische Zigaretten
ein. Ebenso ist der Gebrauch von Mobiltelefonen während des Spiels nicht erlaubt.

Ausnahmeregelung gültig nur in der Schweiz
In der Schweiz wird das Kantonale und Nationale Reglement (Nichtraucherschutzgesetzt) angewendet.

Jeder Spieler, der diese Vorschriften nicht beachtet, wird nach einer Verwarnung durch
den Schiedsrichter vom Wettbewerb ausgeschlossen.

Art. 40 Aufgaben des Schiedsrichters

Die Schiedsrichter, die den Wettbewerb leiten, sind gehalten, die strikte Einhaltung der
Spielregeln und der begleitenden administrativen Bestimmungen zu überwachen.

Sie sind berechtigt, jeden Spieler und jede Mannschaft vom Wettbewerb
auszuschliessen, die sich weigern, ihren Anordnungen entsprechende Folge zu leisten.

Zuschauer mit (oder mit suspendierter) Lizenz, die durch ihr Verhalten Anlass zu
Zwischenfällen auf dem Spielgelände geben, werden vom Schiedsrichter dem Komitee
des zuständigen nationalen Verbandes gemeldet. Das Komitee dieses Verbandes wird
den oder die Schuldigen vor das zuständige Verbandsgericht laden, welches über die
weiteren Massnahmen befindet.

Art. 41 Zusammensetzung und Entscheidung der Jury

Von allen Fällen, die in diesem Reglement nicht vorgesehenen sind, ist dem
Schiedsrichter eine Mitteilung zu machen, welcher der Jury des Wettbewerbes
entsprechenden Bericht erstattet. Die Jury besteht aus mindestens drei und höchstens
fünf Mitgliedern. Die Entscheidungen der Jury, die in Anwendung dieses Artikels
getroffen werden, sind unanfechtbar. Im Falle der Stimmengleichheit ist die Stimme des
Vorsitzenden der Jury entscheidend.

Im Falle einer umstrittenen Auslegung des deutschen Textes ist allein der französische Text gültig.

Versionsliste
Datum                       Änderung                     Version
15.04.17                     Erste Fassung                V1.00
27.04.17                     Artikel 6
Ausnahmeregelung Abs. a: Es ändert „.. dann kann es vom Gegner...“ in „... dann muss es vom Gegner...“ Grund: Im Boulodrome Reglement wurde dieses Wort falsch ins deutsche übersetzt.

Offizielles Internationales

Pétanque-Reglement
Anmerkung: Die französische Version des vorliegende Reglement wurde am 04.12.2016 durch das Exekutivkomitee der F.I.P.J.P. beschlossen und findet ab 01.01.2017 Anwendung.

Bei Personenbezeichnungen gilt stets die männliche Form, sie schliesst die weibliche mit ein.

Achtung: Es wurden einige Änderungen vom FSP gegenüber dem internationalen Reglement getroffen. Diese sind nur in der Schweiz gültig. Bitte beachten Sie die rot markierten Texte.

Eine Versionsliste ist auf der letzten Seite aufgeführt.

ALLGEMEINE REGELN

Art. 1 Die Mannschaften

Pétanque ist eine Sportart, in der zwei Mannschaften gegeneinander spielen: 3 Spieler gegen 3 Spieler (Triplette)

Es können sich ebenfalls gegenüberstehen:
2 Spieler gegen 2 Spieler (Doublette),
1 Spieler gegen 1 Spieler (Tête-à-Tête).

Bei der Triplette hat jeder Spieler zwei Kugeln zur Verfügung. Bei der Doublette und
beim Tête-à-Tête hat jeder Spieler drei Kugeln. Jede hiervon abweichende Spielweise
ist verboten.

Art. 2 Eigenschaften der zugelassenen Kugeln

Pétanque wird mit Kugeln gespielt, die von der F.I.P.J.P. zugelassen sind und
folgenden Eigenschaften entsprechen:
1. Sie müssen aus Metall sein.
2. Einen Durchmesser zwischen 70,5 mm (Minimum) und 80 mm (Maximum) haben.
3. Ein Gewicht zwischen 650 gr (Minimum) und 800 gr (Maximum) besitzen.

Logo (Marke des Herstellers) und Gewichtsangabe müssen auf den Kugeln eingraviert
und immer lesbar sein.

Bei Wettkämpfen, bei denen lediglich 11 Jahre alte und jüngere Jugendliche
startberechtigt sind, dürfen Kugeln mit einem Gewicht von 600 Gramm und einem
Durchmesser von 65 mm benutzt werden, vorausgesetzt, sie wurden von einem
zugelassenen Kugelhersteller gefertigt.

4. Sie dürfen weder durch hinzufügen von Metall noch durch einbringen von Sand
verändert worden sein. 1
1 Anmerkung SAP: Ausdruck für veränderte Kugeln sind „Boule recuites“ (Härtegrad             verändert) und „Boule truquées“

Generell dürfen die Kugeln nach der Herstellung (zugelassene Hersteller) auf keine Art
gefälscht und keiner Verformung oder Veränderung unterzogen werden. Insbesondere
darf die vom Hersteller vorgegebene Härte durch nachträgliches Ausglühen nicht
abgeändert werden.

Name und Vorname des Spielers (oder die Initialen) dürfen eingraviert werden, ebenso
verschiedene Logos, Siegel und Kürzel gemäss dem Pflichtenheft („Cahier des Charges”) zur Herstellung von Kugeln.

Art. 2 Strafen für nicht regelkonforme Kugeln.

Ein Spieler, der sich einer Verletzung der Bestimmungen nach Artikel 2 Abs. 4 schuldig macht, wird zusammen mit seinem Mitspieler sofort vom Wettbewerb ausgeschlossen.

Wenn eine Kugel zwar nicht verfälscht, aber durch Abnutzung oder einen
Fabrikationsfehler einer Kontrolle nicht standhält oder nicht den unter Artikel 2 Abs. 1, 2
oder 3 aufgeführten Normen entspricht, muss der Spieler sie austauschen.
Er kann auch alle seine Kugeln ersetzen. 2

Durch Spieler formulierte Reklamationen nach Artikel 2 Abs. 1, 2 oder 3 sind nur vor
Beginn eines Spieles zulässig. Die Spieler sind deshalb gehalten sich davon zu
überzeugen, dass ihre Kugeln und die ihrer Gegner den festgelegten Normen
entsprechen. Auf Artikel 2 Abs. 4 gestützte Reklamationen sind während des ganzen Spieleszulässig, dürfen jedoch nur zwischen zwei Mène eingebracht werden. Wenn sich ab der dritten Mène die Reklamation bezüglich der Kugeln des Gegners als unbegründet herausstellt, werden dem Punktestand des Gegners drei Punkte hinzugefügt.

Der Schiedsrichter oder die Jury können zu jedem Zeitpunkt eines Spieles, eine Prüfung der Kugeln eines oder mehrerer Spieler durchführen.

2 Erläuterung SAP: kann, muss aber nicht alle ersetzten

Art. 3 Eigenschaften der zugelassenen Zielkugeln

Die Zielkugeln sind aus Holz oder aus synthetischem Material. Zielkugeln aus synthetischem Material müssen das Herstellerlogo tragen und durch die
F.I.P.J.P. zugelassen sein. Sie müssen den Normen entsprechen, die im Pflichtenheft
(„Cahier des Charges”) festgelegt sind.

Der Durchmesser muss 30 mm (Toleranz ±1 mm) betragen. Das Gewicht muss zwischen 10 bis 18 Gramm liegen. Gefärbte Zielkugeln sind zulässig. Zielkugeln dürfen nicht magnetisch sein.

Art. 4 Lizenzen

Vor Beginn eines Wettbewerbs muss jeder Spieler seine Lizenz, oder ein Dokument
nach den Bestimmungen seines Verbandes vorlegen, das seine Identität und seine
Verbandszugehörigkeit nachweist.

Das SPIEL

Art. 5 Spielgelände und regelkonforme Spielfelder

Pétanque wird auf jedem Boden gespielt. Der Veranstalter oder der Schiedsrichter
können den Mannschaften jedoch abgegrenzte Spielfelder zuweisen. In diesem Fall

muss das Spielfeld bei nationalen und internationalen Meisterschaften mindestens 4 m
in der Breite und 15 m in der Länge betragen.3

Ein Spielgelände umfasst eine unbestimmte Anzahl von Spielfeldern, die mit Schnüren
begrenzt sind; die Schnurstärke darf den geordneten Verlauf des Spiels nicht
beeinflussen. Diese Schnüre, die die verschiedenen Spielfelder abgrenzen, sind keine
Auslinien, mit Ausnahme der Linien an den Schmalseiten und den Aussenlinien der
äusseren Spielfelder.

Sind die Spielfelder hintereinander angeordnet, gelten die Begrenzungslinien an den
Schmalseiten des eigenen Spielfeldes als Auslinien.
Sind die Spielfelder von Barrieren umgeben, müssen sich diese jenseits einer Auslinie
im Abstand von mindestens 1 m befinden. 4

Die Spiele werden bis zum Erreichen von 13 Punkten durch eine Mannschaft gespielt.
Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Vorrunden- („poules”) oder die
Entscheidungsspiele („cadrage”) nur bis zum Erreichen von 11 Punkten zu spielen.

Bestimmte Wettbewerbe können mit Zeitbegrenzung durchgeführt werden. Diese
müssen immer auf einem abgegrenzten Spielfeld gespielt werden. In diesem Fall sind
alle Linien, die das Spielfeld begrenzen, Auslinien.

Art. 6 Spielbeginn und Regeln zum Wurfkreis

Die Spieler ermitteln durch das Los, welche der beiden Mannschaften das Spielgelände
aussuchen darf und zuerst die Zielkugel wirft.

Wird ein Spielfeld durch den Veranstalter zugewiesen, muss die Zielkugel auf diesem
Spielfeld angeworfen werden. Ohne Erlaubnis des Schiedsrichters dürfen die beiden
Mannschaften kein anderes Spielfeld auswählen.

Ein beliebiger Spieler der Mannschaft, welche die Auslosung gewonnen hat, wählt den
Punkt des Abspielens und zeichnet einen Kreis auf den Boden, in den die Füsse jedes
Spielers ganz hineinpassen, oder legt einen Wurfreif dort hin. Der Durchmesser eines
gezeichneten Kreises muss mindestens 35 cm und darf höchstens 50 cm sein.

Beim Einsatz eines Wurfreifs muss dieser starr sein und einen Innendurchmesser von
50 cm haben (Toleranz: ± 2mm).

Faltbare Wurfkreise sind nur zugelassen wenn wenn es sich um die F.I.P.J.P.
zugelassene Modelle handelt, besonders im Hinblick auf deren Festigkeit.

Die Spieler haben zugelassene Wurfkreise, die vom Veranstalter zur Verfügung gestellt
werden, zu nutzen. Sie müssen ebenso regelgerechte, starre Wurfkreise oder faltbare, durch die F.I.P.J.P. zugelassene Wurfkreise akzeptieren, die der Gegner zur Verfügung stellt.
Verfügen beide Mannschaften über solche Wurfkreise, so wird der Wurfkreis der
Mannschaft genutzt, die die Auslosung (Platzwahl) gewonnen hat.


In jedem Fall müssen die Wurfkreise vor dem Wurf der Zielkugel markiert werden.


Zusatz SAP: Hiervon abweichend lässt der SAP bei nationalen Meisterschaften                     Spielfeldgrössen von 12x3 m bis zum Viertelfinale zu.
Zusatz SAP: Hiervon abweichend wird im Bereich des SAP bei Begrenzung ein                     Mindestabstand von 30 cm anerkannt. Ausgenommen: Absperrgitter, Banden und Zäune

Der Wurfkreis muss sich mehr als 1 m von jeglichem Hindernis und mehr als 2 m vom
nächsten benutzten Wurfkreis befinden.

Die Mannschaft, die das Recht hat, die Zielkugel zu werfen, sei es durch Auslosung,
oder weil sie die letzte Mène gewonnen hat, hat nur einen Versuch die Zielkugel gültig
zu platzieren. Ist dieser Versuch ungültig, wird die Zielkugel dem Gegner ausgehändigt,
der sie auf jede gültige Position der zugewiesenen Bahn legen darf.

Ausnahmeregelung gültig nur in der Schweiz (Auszug Spielreglement Boulodrome)
Wenn die Lage des Cochonnets nach dem Wurf als ungültig betrachtet wird, dann wird es vom Gegner in die reglementarisch richtige Position gelegt. Zwei Fälle sind möglich:
a) wenn ein Cochonnet so geworfen wird, dass es sich noch im begrenzten Spielfeld befindet, aber zu nahe an der Seitenlinie liegt, dann muss es vom Gegner auf der gleichen Höhe (im Abstand von mindestens 50cm zur Seitenlinie) positioniert werden
b) wenn ein Cochonnet so geworfen wird, dass es weniger als 6m oder mehr als 10m vom
Abwurfkreis entfernt liegt, sich im ungültigen Abstand zur Grundlinie befindet oder das begrenzte Spielfeld verlassen hat, dann wird es vom Gegner innerhalb der reglementarischen Distanz nach seiner Wahl frei hingelegt. Kann der Gegner nicht jede gewünschte Distanz spielen, so darf er auch den Kreis parallel zur Seitenlinie nach hinten verschieben, bis jede Spieldistanz möglich ist.

Die Mannschaft mit dem Recht, die Zielkugel zu werfen, muss alle Wurfkreise in der
Nähe des jetzt gültigen Wurfkreises entfernen.

Der Innenbereich des Wurfkreises darf während der laufenden Mène vollständig
gereinigt werden. Er muss jedoch danach, spätestens aber vor dem ersten
Zielkugelwurf der nächsten Mène, in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden.

Der Wurfkreis ist kein verbotenes Gelände.

Die Füsse müssen sich im Innern des Wurfkreises befinden und dürfen nicht über ihn
hinausreichen. Erst dann, wenn die geworfene Kugel den Boden berührt hat, dürfen die
Füsse den Kreis oder den Boden verlassen. Kein Körperteil darf den Boden ausserhalb
des Wurfkreises berühren.

Spieler, die gegen diese Regelung verstossen, haben mit Massnahmen nach Art. 35
dieses Reglements zu rechnen.

Als Ausnahme ist es Spielern mit Behinderungen an den unteren Gliedmassen
gestattet, dass sich nur ein Fuss. Im Inneren des Wurfkreises befindet. Bei Spielern im
Rollstuhl muss sich mindestens ein Rad (das der Wurfarmseite) im Inneren des
Wurfkreises befinden.

Das Werfen der Zielkugel durch einen Spieler einer Mannschaft bedeutet nicht, dass
dieser auch als Erster spielen muss.

Wenn ein Spieler den Wurfkreis vor Beendigung des Spieles aufhebt, wird der
Wurfkreis zurückgelegt, aber nur dem Gegner ist es gestattet, seine restlichen Kugeln
zu spielen.

Art. 7 Regelkonforme Entfernungen beim Wurf der Zielkugel

Die von einem Spieler geworfene Zielkugel ist gültig ist, wenn:
1. der Abstand der Zielkugel bis zum nächstgelegenen Punkt des inneren
Wurfkreisrandes
• mindestens 6 m und höchstens 10 m für „Juniors” und „Seniors” beträgt.
• Bei Wettbewerben, die für jüngere Spieler bestimmt sind, können geringere
Distanzen angewandt werden.

2. der Wurfkreis sich mindestens 1 m von jedem Hindernis und mindestens 2 m von
einem anderen, in Gebrauch befindlichen Kreis, befindet.

3. die Zielkugel mindestens 1 m von jedem Hindernis und der nächsten Grenze zu
verbotenem Gelände entfernt liegt. Bei einem Spiel mit Zeitbegrenzung muss
diese Distanz auf 50 cm reduziert werden, ausser bei den Kopflinien
zugewiesener Bahnen.

4. die Zielkugel für einen Spieler sichtbar ist, der mit beiden Füssen und in aufrechter
Körperhaltung im Innern des Wurfkreises steht. Im Falle einer Uneinigkeit
entscheidet der Schiedsrichter unanfechtbar, ob die Zielkugel sichtbar ist.

Bei der nächsten Mène wird die Zielkugel aus einem Wurfkreis oder Wurfreif geworfen,
der um den Punkt gezeichnet oder gelegt wird, auf dem die Zielkugel am Ende der
vorhergegangenen Mène lag, ausser in folgenden Fällen:

• Der Wurfkreis wäre weniger als 1m von einem Hindernis entfernt.
• Es wäre nicht möglich, die Zielkugel auf alle regelgerechten Entfernungen zu werfen.

Im ersten Fall zeichnet der Spieler einen Kreis oder legt den Wurfreif in der
vorgeschriebenen Mindestentfernung vom Hindernis.

Im zweiten Fall kann der Spieler auf einer geraden Linie in Richtung der
vorhergehenden Mène zurückgehen, bis er die Zielkugel auf die grösstmögliche
erlaubte Entfernung werfen kann; aber nicht weiter. Diese Möglichkeit ist jedoch nur
zulässig, wenn die Zielkugel in keiner Richtung auf die grösstmögliche Entfernung
geworfen werden kann.

Wenn die Zielkugel nicht nach obigen Voraussetzungen gültig platziert wird, wird sie der
gegnerischen Mannschaft ausgehändigt, die sie auf jede gültige Position des Terrains
legen darf. Sie kann auch den Wurfkreis unter den im Reglement genannten
Bedingungen zurückverlegen, sollte es nicht möglich sein, aus dem zuvor positionierten
Kreis die Zielkugel auf grösstmögliche Entfernung zu werfen.

Ausnahmeregelung gültig nur in der Schweiz (Auszug Spielreglement Boulodrome)
Wenn die Lage des Cochonnets nach dem Wurf als ungültig betrachtet wird, dann wird es vom Gegner in die reglementarisch richtige Position gelegt. Zwei Fälle sind möglich:

a) wenn ein Cochonnet so geworfen wird, dass es sich noch im begrenzten Spielfeld befindet, aber zu nahe an der Seitenlinie liegt, dann kann es vom Gegner auf der gleichen Höhe (im Abstand von mindestens 50cm zur Seitenlinie) positioniert werden

b) wenn ein Cochonnet so geworfen wird, dass es weniger als 6m oder mehr als 10m vom
Abwurfkreis entfernt liegt, sich im ungültigen Abstand zur Grundlinie befindet oder das begrenzte Spielfeld verlassen hat, dann wird es vom Gegner innerhalb der reglementarischen Distanz nach seiner Wahl frei hingelegt. Kann der Gegner nicht jede gewünschte Distanz spielen, so darf er auch den Kreis parallel zur Seitenlinie nach hinten verschieben, bis jede Spieldistanz möglich ist.

In jedem Fall behält die Mannschaft, welche die Zielkugel verloren hat, weil es nicht
gelang, die Zielkugel gültig zu platzieren, das Recht, die erste Kugel zu spielen.

Das Team, dass das Recht zum Zielkugelwurf hat, verfügt maximal über eine Minute,
die Zielkugel regelkonform zu platzieren. Das Team, das die Zielkugel nach
missglücktem Zielkugelwurf erlangt, muss die Zielkugel sofort plazieren.

Art. 8 Gültige Zielkugelwurf
Wird die Zielkugel, nachdem sie geworfen wurde, durch den Schiedsrichter, einen
Gegner, einen Zuschauer, ein Tier oder durch irgendeinen beweglichen Gegenstand
angehalten, so ist sie ungültig und wird erneut geworfen.

Wird die Zielkugel durch einen Mitspieler angehalten, so wird sie dem Gegner zum
Platzieren übergeben.

Wenn nach dem Wurf der Zielkugel eine erste Kugel gespielt ist, hat der Gegner noch
das Recht, die Lage der Zielkugel zu beanstanden, ausser die Zielkugel wurde zuvor
durch den Gegner platziert.5

Die Zielkugel darf nur dann durch den Gegner platziert werden, wenn beide
Mannschaften den Wurf als ungültig anerkannt haben oder wenn der Schiedsrichter so
entschieden hat. Sollte sich eine Mannschaft davon abweichend verhalten, verliert sie
das Recht zum Werfen der Zielkugel.

Wenn der Gegner ebenfalls eine Kugel gespielt hat, wird die Zielkugel als definitiv gültig
angesehen und Reklamationen sind dann nicht mehr zulässig.

Art. 9 Annullierung Zielkugel im Verlauf einer Mène

Die Zielkugel ist in folgenden 7 Fällen ungültig:

1. Wenn sie im Verlauf einer Mène auf verbotenes Gelände gelangt, auch wenn sie
auf erlaubtes Spielgelände zurückkehrt. Die Zielkugel ist gültig, wenn sie auf der
Grenze des Spielgeländes liegt. Sie ist nur ungültig, wenn sie (aus der
Senkrechten betrachtet) die Grenze des erlaubten Geländes oder die Auslinie mit
ihrem gesamten Durchmesser vollständig überschritten hat. Als verbotenes
Gelände ist auch eine Pfütze anzusehen, auf der die Zielkugel frei schwimmt.

2. Wenn sie sich auf erlaubtem Gelände befindet, ihre Lage aber so verändert wird,
dass sie unter den Bedingungen von Artikel 7 vom Wurfkreis aus nicht mehr
sichtbar ist. Eine Zielkugel ist jedoch nicht ungültig, wenn sie durch eine Kugel
verdeckt wird. Um beurteilen zu können, ob die Zielkugel sichtbar ist, darf der
Schiedsrichter eine Kugel vorübergehend entfernen.

3. Wenn die Lage der Zielkugel so verändert wird, dass sie auf mehr als 20 m (für
Juniors und Seniors) bzw. 15 m (für die jüngere Spieler) oder weniger als 3 m
entfernt vom Wurfkreis liegen bleibt.

4. Wenn sie mehr als ein benachbartes abgegrenztes Spielfeld überquert oder, wenn
die Spielfelder hintereinander angeordnet sind, sie die Begrenzungslinie an der
Schmalseite des eigenen Spielfeldes überschreitet.

5. Wenn ihre Lage so verändert wird, dass sie unauffindbar ist, wobei die Zeit zum
Suchen auf fünf Minuten limitiert ist.

6. Wenn sich zwischen dem Wurfkreis und der Zielkugel verbotenes Gelände
befindet.

7. Wenn bei Spielen mit Zeitbegrenzung die Zielkugel das zugeteilte Spielfeld
verlässt.

5 Erläuterung SAP: In diesem Fall darf der Gegner die Zielkugel in jeder gültigen Position       platzieren. Die bereits gespielte Kugel wird zurückgenommen.

Art. 10 Veränderungen des Spielgeländes

Es ist den Spielern ausdrücklich verboten, ein Hindernis, dass sich auf dem
Spielgelände befindet, zu entfernen, in seiner Lage zu verändern oder zu zerdrücken.
Nur der Spieler, der die Zielkugel wirft, darf vorher lediglich die Bodenbeschaffenheit für
einen Wurfpunkt („donnée”) ertasten, indem er, allerdings nicht mehr als dreimal, mit
einer seiner Kugeln den Boden an dieser Stelle berührt. Jedoch darf der Spieler, der
sich darauf vorbereitet zu spielen oder ein Spieler seiner Mannschaft ein Loch
schliessen, dass durch eine davor gespielte Kugel entstanden ist. 6 Bei der Nichtbeachtung voran stehender Bestimmungen, insbesondere aber im Falle des Aufbereitens des Bodens vor einer zu schiessenden Kugel, ziehen sich die Spieler die im Kapitel „Disziplin“ in Artikel 35 vorgesehenen Massnahmen zu.7

6 Erläuterung SAP: Es kann sich auch um ein Loch eines anderen Spiels handeln.
7 Erläuterung SAP: Ein Loch vor einer zu schiessenden Kugel darf geschlossen werden, nur     das aufbereiten des Bodens ist verboten

Art. 11 Auswechseln von Kugeln oder Zielkugeln

Es ist den Spielern verboten, die Zielkugel oder eine Kugel im Verlauf des Spieles zu
wechseln, ausser in folgenden Fällen:

1. Sie sind unauffindbar, wobei die Zeit zum Suchen auf fünf Minuten limitiert ist.

2. Sie ist zerbrochen, in diesem Fall zählt nur das grösste Bruchstück. Sind noch
Kugeln zu spielen, so wird das grösste Bruchstück sofort, nach eventuell
erforderlicher Messung, durch eine Kugel oder eine Zielkugel mit gleichem oder
ähnlichem Durchmesser ersetzt. Bei der nächsten Mène kann der betroffene
Spieler seine Kugeln komplett austauschen.

DIE ZIELKUGEL

Art. 12 Verdeckte oder bewegte Zielkugel

Wenn die Zielkugel im Verlauf einer Mène unvermutet durch ein Blatt oder ein Stück
Papier verdeckt wird, sind diese Gegenstände zu entfernen.
Wenn die schon zur Ruhe gekommene Zielkugel sich zum Beispiel durch die
Einwirkung des Windes oder der Neigung des Geländes bewegt oder unglücklich durch
einen Schiedsrichter, einen Spieler, einen Zuschauer, eine Kugel oder eine Zielkugel
aus einem anderen Spiel, durch ein Tier oder irgendeinen beweglichen Gegenstand in
ihrer Lage verändert wird, so wird sie auf ihren ursprünglichen Platz zurückgelegt,
vorausgesetzt, die Zielkugel war markiert.

Um jede Anfechtung zu vermeiden, müssen die Spieler die Zielkugel markieren. Waren
die Kugeln oder die Zielkugel nicht markiert, ist eine Reklamation nicht zulässig. Wird
die Zielkugel durch eine in dieser Mène gespielte Kugel bewegt, bleibt sie gültig.

Art. 13 Zielkugel gerät auf ein anderes Spielfeld

Wenn im Verlaufe einer Mène die Zielkugel auf ein anderes Spielfeld gerät, die
begrenzt oder nicht begrenzt ist, so ist sie gültig unter Vorbehalt der Bestimmungen in
Art. 9.
Die Spieler, die diese Zielkugel benützen, warten, wenn nötig, auf das Ende des Mène,
der durch die Spieler begonnen wurde, die dieses Spielfeld benutzen, um
anschliessend ihren Durchgang zu beenden.

Die Spieler, auf welche diese Bestimmung zutrifft, müssen Geduld und Höflichkeit
aufbringen.

In der folgenden Mène kehren die Spieler wieder auf ihr bisheriges Spielfeld zurück. Die
Zielkugel wird dann aus einem Wurfkreis geworfen, der um den Punkt gezeichnet oder
gelegt wird, auf dem sie lag, bevor sie das Spielfeld verlassen hatte; dies unter
Berücksichtigung des Artikels 7.

Art. 14 Massnahmen bei ungültiger Zielkugel

Wird im Verlauf einer Mène die Zielkugel ungültig, so können sich drei Möglichkeiten
ergeben:
1. Beide Mannschaften verfügen jeweils noch über mindestens eine zu spielende
Kugel: Die Mène wird mit 0 Punkten gewertet (annulliert), die Zielkugel fällt der
Mannschaft zu, die zuvor gepunktet oder die Auslosung (Platzwahl) gewonnen
hat.
2. Nur eine Mannschaft verfügt noch über mindestens eine zu spielende Kugel:
Diese Mannschaft bekommt so viele Punkte zugesprochen, wie sie noch zu spielende Kugeln zur Verfügung hat.

3. Keine Mannschaft verfügt noch über zu spielende Kugeln: Die Mène wird mit 0
Punkten gewertet (annulliert), die Zielkugel fällt der Mannschaft zu, die zuvor
gepunktet oder die Auslosung (Platzwahl) gewonnen hat.

Art. 15 Angehaltene Zielkugel

1. Wenn eine weggeschossene Zielkugel durch einen Zuschauer oder einen Schiedsrichter angehalten oder abgelenkt wird, behält sie ihre neue Position.

2. Wird eine weggeschossene Zielkugel durch einen Spieler, der sich auf dem erlaubten Spielgelände befindet, angehalten oder abgelenkt, so hat dessen Gegner drei Möglichkeiten:

a) Er lässt die Zielkugel in ihrer neuen Position.

b) Er legt sie an ihren ursprünglichen Platz zurück.

c) Er legt die Zielkugel auf einen Punkt, der sich auf der Verlängerung der Strecke zwischen dem ursprünglichen Platz der Zielkugel und dem Platz befindet, an dem sie liegen geblieben ist, aber höchstens auf 20 m vom Wurfkreis (15 m für jüngere Spieler) und zwar so, dass die Zielkugel sichtbar ist.

Die Punkte b) und c) können nur angewendet werden, wenn die Zielkugel vorher markiert war. War die Zielkugel nicht markiert, bleibt sie in ihrer neuen Position.

Überquert eine weggeschossene Zielkugel verbotenes Gelände und kommt zurück, um
dann auf dem Spielgelände zum Stillstand zu kommen, ist sie ungültig und Artikel 14
findet Anwendung.

DIE KUGELN

Art. 16 Das Werfen der Kugeln

Die erste Kugel wird von einem Spieler der Mannschaft gespielt, die den Losentscheid
oder den vorhergehenden Durchgang gewonnen hat. Danach ist immer die Mannschaft
an der Reihe, die in dem laufenden Durchgang nicht im Punktbesitz ist.

Der Spieler darf keine Hilfsmittel benutzen oder Markierungen vornehmen, um seine
Kugel ins Ziel zu bringen oder um deren Auftreffpunkt am Boden zu kennzeichnen.
Wenn er seine letzte Kugel spielt, ist es ihm nicht erlaubt, eine weitere Kugel in der
anderen Hand zu halten.

Die Kugeln müssen einzeln gespielt werden.

Geworfene Kugeln dürfen nicht noch einmal gespielt werden. Jedoch müssen Kugeln noch einmal gespielt werden, die zwischen Wurfkreis und Zielkugel durch eine Kugel oder Zielkugel aus einem anderen Spiel, durch ein Tier oder irgendeinen beweglichen Gegenstand (Ball usw.) angehalten oder von ihrer Bahn abgelenkt werden, sowie in der in Artikel 8 Absatz 2 beschriebenen Situation.

Es ist verboten, die Kugeln oder die Zielkugel anzufeuchten.

Bevor ein Spieler spielt, muss er seine Kugel von allen ihr anhaftenden Fremdkörpern
und Schmutzspuren reinigen, andernfalls treten die in Artikel 35 vorgesehenen
Massnahmen in Kraft.

Befindet sich die erste gespielte Kugel auf verbotenem Gelände, dann muss der Gegner spielen und dies abwechselnd, bis sich eine Kugel innerhalb des Spielgeländes befindet.

Wenn sich nach einer gespielten Kugel oder nach einem Schuss keine Kugel mehr innerhalb des Spielgeländes befindet, gelten sinngemäss die Bestimmungen des Artikels 29.

Art. 17 Verhalten der Spieler und Zuschauer

Während der regulären Zeit, die ein Spieler benötigt, um seine Kugel zu spielen,
müssen die anderen Spieler und die Zuschauer äusserste Ruhe einhalten.

Die Gegner dürfen weder umhergehen, noch gestikulieren oder irgendetwas tun, was
den Spieler stören könnte. Nur die Partner des Spielers dürfen sich zwischen der
Zielkugel und dem Wurfkreis befinden.

Die Gegner müssen sich seitlich hinter der Zielkugel oder seitlich hinter dem Spieler
aufhalten. Sie müssen sowohl vom Spieler, als auch von der Zielkugel einen Abstand
von mindestens zwei Meter einhalten.

Die Spieler, welche diese Vorschriften nicht beachten, können vom Wettbewerb
ausgeschlossen werden, wenn sie ihr Verhalten nach einer Verwarnung durch den
Schiedsrichter beibehalten.

Art. 18 Probewurf und Kugeln aus dem Spielfeld

Es ist nicht erlaubt, seine Kugel im Spiel zur Probe zu werfen. Spieler, die sich nicht an
diese Vorschrift halten, können mit den im Kapitel „Disziplin“ in Artikel 35 vorgesehenen
Massnahmen belegt werden. Kugeln, die im Verlauf einer Mène das zugeteilte Spielfeld verlassen, sind gültig (ausgenommen Artikel 19 findet Anwendung).

Art. 19 Ungültige Kugeln

Jede Kugel ist ungültig, sobald sie verbotenes Gelände überquert. Eine Kugel ist gültig,
wenn sie auf der Grenze des Spielgeländes liegt. Sie ist nur ungültig, wenn sie (aus der
Senkrechten betrachtet) die Grenze des erlaubten Geländes mit ihrem gesamten
Durchmesser vollständig überschritten hat. Dasselbe trifft für die Kugel zu, die bei
vorgegebenen Spielfeldern mehr als ein längsseitig unmittelbar benachbartes Spielfeld
vollständig überquert oder das Spielfeld an der Schmalseite vollständig verlässt.

Bei Spielen mit Zeitbeschränkung, die auf einem zugeteilten Spielfeld ausgetragen
werden, ist eine Kugel ungültig, wenn sie vollständig das zugeteilte Feld verlässt.

Wenn eine Kugel danach auf das Spielgelände zurückkehrt, sei es wegen einer
Bodenunebenheit oder dass sie von einem beweglichen oder unbeweglichen Hindernis
abprallt, muss sie sofort aus dem Spiel genommen werden und alles, was sie auf ihrem
Weg zurück in das Spielgelände verändert hat, wird in den ursprünglichen Zustand
zurückversetzt, vorausgesetzt, die Objekte 8 waren markiert.

Jede ungültige Kugel muss sofort aus dem Spiel genommen werden. Andernfalls wird
sie als gültig angesehen, sobald eine weitere Kugel von der gegnerischen Mannschaft
gespielt wurde.

8 Erläuterung SAP: Ein Objekt kann eine Kugel, Zielkugel oder jeder andere Gegenstand sein.

Art. 20 Angehaltene Kugeln

Jede gespielte Kugel, die durch einen Zuschauer oder den Schiedsrichter angehalten
oder abgelenkt wird, behält die Position, in der sie liegen bleibt.

Jede gespielte Kugel ist ungültig, wenn sie von einem Spieler unabsichtlich angehalten
oder abgelenkt wird, von dessen Mannschaft sie gespielt wurde.

Jede gelegte Kugel, die von einem gegnerischen Spieler unabsichtlich angehalten oder
abgelenkt wird, kann nach Belieben des Spielers nochmals gespielt oder dort liegengelassen werden, wo sie zur Ruhe kommt.

Wenn eine Kugel weggeschossen oder mit ihr geschossen wurde und diese durch
einen Spieler unabsichtlich angehalten oder abgelenkt wird, kann der Gegner des
Spielers

1. sie an dem Platz liegen lassen, an dem sie zur Ruhe gekommen ist

2. sie auf eine Stelle legen, die sich auf der Verlängerung der Strecke zwischen dem
   ursprünglichen Platz der Kugel und dem Punkt befindet, an den sie bewegt wurde,
   aber nur auf zugelassenem Spielgelände und wenn sie markiert gewesen ist.

Ein Spieler, der eine in Bewegung befindliche Kugel absichtlich anhält, ist sofort vom
laufenden Spiel auszuschliessen, ebenso seine Mitspieler.

Art. 21 Zeitvorgabe

Sobald die Zielkugel geworfen ist, verfügt jeder Spieler über maximal eine Minute, um
seine Kugel zu spielen. Diese Frist läuft von dem Zeitpunkt an, an dem die Zielkugel oder die zuvor gespielte Kugel zur Ruhe gekommen ist und wenn ein Punkt gemessen
werden muss, nachdem die Messung abgeschlossen ist.

Dieselben Bestimmungen gelten auch für das Werfen der Zielkugel.

Jeder Spieler, der diese Bestimmungen nicht einhält, zieht er sich die im Kapitel
„Disziplin“ in Artikel 35 vorgesehenen Strafmassnahmen zu.

Art. 22 Aus ihrer Lage veränderte Kugeln

Wenn eine Kugel, die bereits zur Ruhe gekommen war, sich zum Beispiel durch
Einwirkung des Windes oder aufgrund einer Bodenunebenheit verschiebt, wird sie auf
den ursprünglichen Platz zurückgelegt. Dasselbe gilt für jede Kugel, die unglücklich
durch einen Spieler, einen Schiedsrichter, einen Zuschauer, ein Tier oder irgendeinen
beweglichen Gegenstand bewegt wird.

Um jede Anfechtung zu vermeiden, müssen die Spieler die Kugeln markieren. Es ist
keinerlei Reklamation bezüglich einer Kugel zulässig, die nicht markiert war, und der
Schiedsrichter stellt in diesem Fall nur die Lage der Kugeln auf dem Spielgelände fest
und entscheidet danach.

Dagegen ist eine Kugel gültig, wenn sie durch eine andere Kugel aus dem eigenen
Spiel bewegt wurde.

Art. 23 Spieler, der eine fremde Kugel spielt

Ein Spieler, der eine andere Kugel als seine eigene spielt, erhält eine Verwarnung. Die
gespielte Kugel ist dennoch für diesen Wurf gültig, muss aber dann sofort ausgetauscht
werden; gegebenenfalls nach einer Messung.

Im Wiederholungsfall während eines Spieles wird seine Kugel annulliert und alles, was
sie verändert hat, wird an seine ursprüngliche Lage zurückversetzt.

Art. 24 Nicht regelgerecht gespielte Kugel

Ausser in Fällen, in denen dieses Reglement spezifische und nach Art. 35 abgestufte
Sanktionen vorsieht, ist jede Kugel, die nicht regelgerecht gespielt wurde ungültig und
alles, was sie auf ihrem Weg verändert hat, wird in die ursprüngliche Lage
zurückversetzt, wenn zuvor markiert worden ist.

Der Gegner hat jedoch das Recht, die Vorteilsregel anzuwenden und den Wurf für gültig
zu erklären. In diesem Fall ist die Lege- oder Schusskugel gültig und alles, was sie
verändert hat, bleibt in der neuen Position.

Punkte und Messung

Art. 25 Vorübergehendes Entfernen der Kugeln

Für die Messung eines Punktes ist es erlaubt, die Kugeln und Hindernisse
vorübergehend zu entfernen, die zwischen der Zielkugel und der zu messenden Kugel
liegen, nachdem sie markiert worden sind.

Nach dem Messen sind die entfernten Kugeln und Hindernisse an ihren ursprünglichen
Platz zurückzulegen. Können die Hindernisse nicht entfernt werden, so ist die Messung
mit Hilfe eines Zirkels durchzuführen.9

Erläuterung SAP: oder einem anderen geeigneten Mittel.

Art. 26 Messen der Punkte

Das Messen eines Punktes obliegt dem Spieler, der als letzter gespielt hat oder einem
seiner Mitspieler. Die Gegner haben danach immer das Recht, nachzumessen.

Die Messungen müssen mit geeigneten Messgeräten durchgeführt werden; jede
Mannschaft muss im Besitz eines Messgerätes sein.

Es ist insbesondere verboten, Messungen mit den Füssen durchzuführen. Der Spieler,
der diese Vorschrift nicht einhält, wird mit einer im Kapitel „Disziplin“ in Artikel 35
vorgesehenen Strafmassnahme belegt.

Der Schiedsrichter kann während eines Spieles jederzeit, unabhängig vom Rang der zu
messenden Kugeln konsultiert werden und seine Entscheidung ist unanfechtbar.
Während des Messvorgangs durch den Schiedsrichter haben die Spieler einen
Mindestabstand von 2 m zum Schiedsrichter einzuhalten.

Der Veranstalter kann per Entscheidung festlegen, dass insbesondere bei Spielen, die
im Fernsehen übertragen werden, nur der Schiedsrichter ermächtigt ist, Messungen
vorzunehmen.

Art. 27 Vor Punktefeststellung aufgehobene Kugeln

Es ist den Spielern verboten, gespielte Kugeln vor Ende der Mène aufzuheben.

Jede Kugel ist ungültig, die am Ende einer Mène vor der Feststellung der Punktezahl
weggenommen wird. Diesbezüglich ist keinerlei Reklamation zulässig.

Hebt ein Spieler seine gespielten Kugeln vom Spielfeld auf, obwohl seine Mitspieler
noch über Kugeln verfügen, dürfen seine Mitspieler ihre Kugeln nicht mehr spielen.

Art. 28 Lageveränderung von Kugeln oder Zielkugel

Wenn ein Spieler beim Messen die Zielkugel oder eine strittige Kugel in ihrer Lage
verändert, so ist der Punkt für die Mannschaft dieses Spielers verloren.

Wenn der Schiedsrichter beim Messen eines Punktes die Zielkugel oder eine Kugel
bewegt oder verschiebt, so entscheidet der Schiedsrichter nach bestem Wissen und
Gewissen.

Art. 29 Gleicher Abstand
Wenn die zwei gegnerischen Kugeln, die der Zielkugel am nächsten liegen, den
gleichen Abstand zu ihr haben, können folgende drei Möglichkeiten eintreten:

1. Wenn beide Mannschaften keine zu spielenden Kugeln mehr haben, wird die
Mène annulliert. Die Zielkugel fällt dem Team zu, das zuvor gepunktet, oder die
Auslosung (Platzwahl) gewonnen hat.

2. Wenn nur eine Mannschaft noch Kugeln zur Verfügung hat, so spielt sie ihre
Kugeln und erhält am Ende der Mène so viele Punkte, wie sie Kugeln näher an
der Zielkugel platziert hat, als die am nächsten liegende gegnerische Kugel.

3. Wenn beide Mannschaften noch über Kugeln verfügen, so spielt die Mannschaft,
die zuletzt gespielt hat, noch eine Kugel, danach die gegnerische, und weiter
abwechselnd bis eine Mannschaft den Punkt mit einer ihrer Kugeln gewinnt. Wenn
nur noch eine Mannschaft noch Kugeln zur Verfügung hat, sind die Bestimmungen
von Artikel 29 Abs. 2 anzuwenden.

Wenn sich am Ende einer Mène keine Kugel mehr auf dem Spielgelände befindet, wird
die Mène annulliert.

Art. 30 Fremdkörper an Kugel oder Zielkugel
Alle Fremdkörper, welche der Kugel oder der Zielkugel anhaften, müssen vor der
Messung entfernt werden.

Art. 31 Reklamationen
Alle Reklamationen müssen, um zugelassen zu werden, an den Schiedsrichter gerichtet
werden. Eine Reklamation, die nach Annahme des Spielerergebnisses vorgebracht
wird, findet keine Berücksichtigung.

DISZIPLIN

Art. 32 Strafen für Abwesenheit der Mannschaften oder Spieler

Im Augenblick des Losentscheides über die Spielpaarungen und bei der Verkündung
des Ziehungsergebnisses müssen die Spieler am Kontrolltisch anwesend sein. Eine
Mannschaft, die eine Viertelstunde nach der Verkündung dieser Ergebnisse nicht auf
dem Spielgelände/-feld ist, wird mit einem Punkt bestraft, welcher der gegnerischen
Mannschaft zum Vorteil angerechnet wird. Diese Frist wird bei Spielen mit
Zeitbegrenzung auf 5 Minuten verkürzt.

Für jeweils weitere fünf Minuten Verspätung erhöht sich die Strafe um einen Punkt.

Während eines Wettbewerbes finden dieselben Strafen Anwendung nach jeder Ziehung
und im Fall einer WiederMène der Spiele nach einer Unterbrechung (unabhängig vom
Grund der Unterbrechung).

Eine Mannschaft, die eine Stunde nach dem Wettbewerbsbeginn bzw. der WiederMène
nach einer Unterbrechung nicht auf dem Spielgelände/-feld anwesend ist, wird aus dem
Wettbewerb ausgeschlossen.

Um ein Spiel zu beginnen, braucht eine unvollständige Mannschaft nicht auf ihren
abwesenden Spieler zu warten; sie verfügt jedoch nicht über dessen Kugeln.

Kein Spieler darf sich ohne Erlaubnis des Schiedsrichters von einem Spiel entfernen
oder das Spielgelände verlassen. In keinem Fall unterbricht die Abwesenheit das
laufende Spiel. Die Mitspieler bleiben verpflichtet, ihre Kugeln innerhalb der
festgesetzten Minute zu spielen. Ist der Spieler im Moment, da er seine Kugeln spielen
müsste, nicht anwesend, sind seine Kugeln gemäss Minutenregelung annulliert.

Wurde keine Erlaubnis zum Verlassen erteilt, finden die vorgesehenen Strafen nach Art.
35 Anwendung.

Im Unglücksfall oder bei einem durch einen Arzt festgestellten gesundheitlichen
Problem kann eine Spielunterbrechung von 15 Minuten festgelegt werden. Sollte sich
dies als vorgetäuscht erweisen, sind der Spieler und seine Mitspieler sofort vom
Wettbewerb auszuschliessen.

Art. 33 Verspätet ankommende Spieler

Wenn ein abwesender Spieler nach Beginn einer Mène erscheint, darf er an dieser
nicht teilnehmen. Er ist erst ab der nächsten Mène zum Spiel zugelassen.

Wenn ein abwesender Spieler später als eine Stunde nach Beginn des Spieles
erscheint, verliert er das Recht an dem Spiel teilzunehmen.

Wenn seine Mitspieler dieses Spiel gewinnen, kann er am nächsten Spiel unter dem
Vorbehalt teilnehmen, dass die Mannschaft namentlich eingeschrieben ist.

Wenn ein Wettbewerb in Gruppen („poules”) durchgeführt wird, kann er am nächsten
Spiel teilnehmen (unabhängig von dem Resultat des vorhergehenden Spieles).

Eine Mène gilt als begonnen, wenn die Zielkugel unabhängig von deren Gültigkeit
geworfen wurde. Sonderregelungen können bei Spielen auf Zeit getroffen werden.

Art. 34 Austauschen von Spielern
Das Austauschen eines Spielers in der Doublette bzw. einer oder zwei Spielern in der
Triplette ist nur bis zum offiziellen Beginn des Wettbewerbs (Signal durch Hupen/Pfeifen
oder als Ansage usw.) erlaubt. Voraussetzung ist, dass der oder die Ersatzspieler nicht
bereits in dem Wettbewerb für eine andere Mannschaft eingeschrieben sind.

Art. 35 Spielsanktionen

Bei der Nichtbeachtung voran stehender Bestimmungen zieht sich der Spieler folgende
Massnahmen zu:

1. Verwarnung, die dem schuldigen Spieler vom Schiedsrichter durch eine „gelbe
Karte“ angezeigt wird. Eine „gelbe Karte“ bei Zeitüberschreitung gilt für alle
Spieler des schuldigen Teams. Hat einer der Spieler bereits eine gelbe Karte, so
wird eine noch zu spielende Kugel der laufenden Mène oder eine noch zu
spielende Kugel der folgenden Mène entzogen, falls er über keine Kugeln mehr
verfügt.

2. Annullierung der gespielten oder zu spielenden Kugel. Dies wird dem schuldigen
Spieler vom Schiedsrichter durch die „orange Karte“ offiziell angezeigt.10

3. Ausschluss des schuldigen Spielers vom Spiel. Dies wird dem schuldigen Spieler
vom Schiedsrichter durch die „rote Karte“ offiziell angezeigt.

4. Disqualifikation der schuldigen Mannschaft.11

5. Disqualifikation beider Mannschaften im Falle heimlicher Absprache.

Die Verwarnung ist eine Sanktion und kann nur bei Regelverletzung ausgesprochen
werden.

Eine offizielle Information an die Spieler bei Beginn des Wettbewerbes oder einer
Begegnung, das Reglement strikt einzuhalten, ist nicht als Verwarnung anzusehen

10 Erläuterung SAP: Siehe auch Art. 24
11 Erläuterung SAP: Der Begriff Ausschluss meint den Ausschluss vom Spiel. Die                      Disqualifikation bedeutet immer den kompletten Ausschluss vom gesamten Wettbewerb.

Art. 36 Witterungseinflüsse

Jede begonnene Mène muss, auch wenn es regnet, zu Ende gespielt werden; es sei
denn, der Schiedsrichter trifft eine andere Entscheidung. Er allein ist berechtigt, im
Einvernehmen mit der Jury zu entscheiden, ob eine Mène unterbrochen oder wegen
höherer Gewalt annulliert wird.

Art. 37 Neuer Abschnitt in einem Wettbewerb

Wenn nach der Ansage zum Beginn eines neuen Abschnittes eines Wettbewerbes (2.
Runde, 3. Runde usw.) Spiele noch nicht beendet sind, kann der Schiedsrichter, im
Einvernehmen mit dem Veranstalter, alle Anordnungen und Entscheidungen treffen, die
er für einen guten Verlauf des Wettbewerbs für notwendig erachtet.

Art. 38 Mangel an Sportlichkeit

Die Mannschaften, die ein Spiel austragen und es dabei an Sportsgeist und Respekt
gegenüber der Öffentlichkeit, den Offiziellen oder dem Schiedsrichter fehlen lassen,
werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Dieser Ausschluss kann zur Nichtwertung
eventuell erzielter Ergebnisse sowie zur Anwendung der in Artikel 39 vorgesehenen
Massnahmen führen.

Art. 39 Unkorrektheiten

Ein Spieler, der sich einer Unkorrektheit und im schlimmeren Fall, der Anwendung von
Gewalt gegenüber einem Offiziellen, einem Schiedsrichter, einem anderen Spieler oder
einem Zuschauer schuldig macht, zieht sich, entsprechend der Schwere seines
Vergehens, eine oder mehrere der folgenden Massnahmen zu:

1. Disqualifikation vom Wettbewerb.

2. Entzug der Lizenz oder eines entsprechenden Ersatzdokuments

3. Einbehalten oder Rückgabe von Vergütungen und Preisen.

Alle Massnahmen, die einen Spieler betreffen, können auch auf seine Mitspieler
angewandt werden.

Die Massnahme zu Punkt 1 ist durch den Schiedsrichter zu verhängen.

Die Massnahme zu Punkt 2 ist durch die Jury zu verhängen.

Die Massnahmen unter Punkt 3. sind durch den Veranstalter zu verhängen. Er sorgt
dafür, dass die zurückgehaltenen Preise und Vergütungen (zusammen mit einem
Bericht) innerhalb von 48 Stunden zum Komitee des zuständigen nationalen Verbandes
gelangen, der über ihre Verwendung entscheidet.

In jedem Fall liegt die letzte Entscheidung beim zuständigen nationalen
Verbandsgericht.

Von jedem Spieler wird korrekte Bekleidung erwartet.12
Aus Sicherheitsgründen müssen die Spieler zum Schutz von Zehen und Fersen
geschlossene Schuhe tragen!

12 Erläuterung FSP: Es darf nicht mit nacktem Oberkörper gespielt werden.

Ausnahmeregelung gültig nur in der Schweiz
Offene Schuhe sind zugelassen
Anmerkung SAP: Aus Sicherheitsgründen sollten die Spieler geschlossene Schuhe tragen.

Während der Spiele herrscht Rauchverbot, dies schliesst auch elektronische Zigaretten
ein. Ebenso ist der Gebrauch von Mobiltelefonen während des Spiels nicht erlaubt.

Ausnahmeregelung gültig nur in der Schweiz
In der Schweiz wird das Kantonale und Nationale Reglement (Nichtraucherschutzgesetzt) angewendet.

Jeder Spieler, der diese Vorschriften nicht beachtet, wird nach einer Verwarnung durch
den Schiedsrichter vom Wettbewerb ausgeschlossen.

Art. 40 Aufgaben des Schiedsrichters

Die Schiedsrichter, die den Wettbewerb leiten, sind gehalten, die strikte Einhaltung der
Spielregeln und der begleitenden administrativen Bestimmungen zu überwachen.

Sie sind berechtigt, jeden Spieler und jede Mannschaft vom Wettbewerb
auszuschliessen, die sich weigern, ihren Anordnungen entsprechende Folge zu leisten.

Zuschauer mit (oder mit suspendierter) Lizenz, die durch ihr Verhalten Anlass zu
Zwischenfällen auf dem Spielgelände geben, werden vom Schiedsrichter dem Komitee
des zuständigen nationalen Verbandes gemeldet. Das Komitee dieses Verbandes wird
den oder die Schuldigen vor das zuständige Verbandsgericht laden, welches über die
weiteren Massnahmen befindet.

Art. 41 Zusammensetzung und Entscheidung der Jury

Von allen Fällen, die in diesem Reglement nicht vorgesehenen sind, ist dem
Schiedsrichter eine Mitteilung zu machen, welcher der Jury des Wettbewerbes
entsprechenden Bericht erstattet. Die Jury besteht aus mindestens drei und höchstens
fünf Mitgliedern. Die Entscheidungen der Jury, die in Anwendung dieses Artikels
getroffen werden, sind unanfechtbar. Im Falle der Stimmengleichheit ist die Stimme des
Vorsitzenden der Jury entscheidend.

Im Falle einer umstrittenen Auslegung des deutschen Textes ist allein der französische Text gültig.

Versionsliste
Datum                       Änderung                     Version
15.04.17                     Erste Fassung                V1.00
27.04.17                     Artikel 6
Ausnahmeregelung Abs. a: Es ändert „.. dann kann es vom Gegner...“ in „... dann muss es vom Gegner...“ Grund: Im Boulodrome Reglement wurde dieses Wort falsch ins deutsche übersetzt.

Neuen Kommentar schreiben (Hier klicken)

123website.ch
Zeichen zur Verfügung: 160
OK Senden...

peter pulfer | Antwort 21.05.2017 12.47

merci für Übersetzung und Anpassungen! Martin, könntest du mir eine .pdf-version aufs email legen? Peter pulfer, wohlen Bern.

Alle Kommentare anzeigen

Neueste Kommentare

04.06 | 10:42

Solide Typen, solide Menschen, solide Leistung.
Herzliche Gratulation
Res

...
21.05 | 12:47

merci für Übersetzung und Anpassungen! Martin, könntest du mir eine .pdf-version aufs email legen? Peter pulfer, wohlen Bern.

...
01.05 | 22:26

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, MICHEL UND HEINI.......

ICH FREUE MICH FÜR EUCH, WEITER SO!

...
03.12 | 18:43

Gibt es schon ein Termin für 2017 ?

...
Ihnen gefällt diese Seite