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Schweizermeisterschaft
Treffpunkt war wie abgemacht um 8:30 Uhr auf dem Spielareal. Da schon alle gemeldet waren und alles ausgelost wurde, mussten wir nicht erst nach Vicque sondern konnten direkt auf das Areal in Delemont. Von allen Seiten trafen die Junioren vom SAP ein – nur einer fehlte! Um 8:45 Uhr begann es in der Magengrube zukribbeln. Julian’s Partner war nicht erschienen und konnte leider auch telefonisch nicht erreicht werden.
Mit viel Kampfgeist und Ehre bestritt Julian an dieser Schweizermeisterschaft seine 2 Spiele alleine und dazu sagen wir nur noch: Hut ab! Wiedererwartet konnte er in jedem Spiel für sich punkten. Doch alleine mit 3 Kugeln gegen 6 Kugeln ist nicht gut Kirschen essen und entsprechend früh kam das Aus für Julian. Wir gratulieren Julian zur Stärke, die Spiele alleine durch zu ziehen und das Beste gegeben zu haben. Mehr Glück hatten die 3 anderen Teams. Das Mädchenteam hat wohl den Morgen verschlafen und dadurch beide Gruppenspiele verloren, konnte aber am Nachmittag im Complementair zeigen was sie können. Obwohl das Complementair gemischt gespielt wurde (Junioren und Cadets) verliefen die Spiele deutlich besser. Anscheinend waren die 2 nun wach und warm. Sie spielten souverän gegen zwei Teams von den Junioren und gewannen. Das Halbfinal wurde in Vicque gespielt. Im Gegensatz zu dem schönen schattigen Platz in Delemont kam uns der Platz in Vicque wie ein Backofen vor. Weit und breit kein Schatten. Die Spielfelder lagen alle an der prallen Sonne und so war es entsprechend heiss. Hier mussten sich gegen Vanessa und Natascha deutlich geschlagen geben. Michael und Serafino wurden durch Franco gecoacht und erreichten den ¼ Final. Die Spiele waren nicht leicht, doch die zwei schlugen sich gut und waren ein ausgeglichenes Team. Leider nahmen sie das ¼ Final nicht genug ernst, oder waren schon müde und konzentrierten sich nicht mehr gleich wie in den Spielen davor. Das blieb nicht ohne Folgen. Obwohl sie absolut die Chance zum Sieg hatten, mussten sie sich geschlagen geben. Pascal und Yuri spielten auf einem guten Niveau und liessen die Gegner der Gruppenspiele gebrochen auf dem Platz zurück. Doch ging es nicht so problemlos wie bei den anderen SAP Teams. Brauchten sie doch immer mal wieder den Schiedsrichter. In einem der Gruppenspiele gab der Punktestand Anlass zu grösseren Diskussionen. (Nicht alle fühlten sich gleich betroffen.) Schlussendlich wurde das Spiel durch den Schiedsrichter annullirt und nochmals neu begonnen. Von allen Seiten mit Argusaugen beobachtet, gab es keinen Grund mehr zu irgendwelchen Differenzen. Dieses Spiel konnten Pascal und Yuri dann in einem spannenden Finish mit 13:12 für sich entscheiden. Doch damit noch lange nicht genug mit Problemen. Wurden wir doch im ¼ schon in dieser Kategorie mit den dunklen Seiten der Spieler konfrontiert. Da wurde bei jeder Gelegenheit gemessen, ob das Cochonet wirklich richtig liegt (weil es nicht die bevorzugte Distanz der Gegner war), oder sogar ein Carro sur Place von Pascal bemängelt, da er angeblich dabei übertreten hätte. Es war ein Spiel, wo unsere 2 Jüngsten wirklich noch auf Hilfe angewiesen waren, da sie sonst wahrscheinlich nach Strich und Faden über’s Ohr gehauen worden wären. Doch auch diese Problme wurde von der Schiedsrichterin souverän und völlig unparteiisch gemeistert. Sicher wurde es den Schiedsrichtern dank unseren Jüngsten nicht langweilig. Der ¼ Finalsieg wäre möglich gewesen, sollte aber einfach nicht sein. Umso ärgerlicher, da der eine Spieler sich wirklich nicht fein benommen hatte. Gerechter Weise muss aber auch gesagt sein, dass sie wirklich gut gespielt hatten und nicht einfach mit Glück gewonnen haben. Doch am Ende erhielten alle einen Zinnbecher, je nach Rang etwas kleiner oder grösser, und waren zufrieden. Für die Betreuer war es ein interessanter Tag und auch wir haben wieder das eine oder andere gelernt. Auf jeden Fall sind die Nachwuchsspieler auf einem guten Weg und wir werden sicher noch vom einen oder anderen Resultat hören. Ein herzliches Dankeschön an die durchführenden Vereine. Der Anlass war gut organisiert und wir fühlten uns alle wohl. Schön war auch, dass Romain Coppey als Präsident FSP auf dem Platz der Junioren und Veteranen anzutreffen war. Für uns ein Zeichen, dass die Juniorenbewegung wichtig ist und auch so wahrgenommen wird. |